25 Jahre Mauerfall

DDR-Bürger befürchten, bei Telefonumfrage abgehört zu werden

Berlin auf dem Weg zur geeinten Stadt: Im Jahr 2014 jährt sich der Mauerfall zum 25. Mal. Die Berliner Morgenpost erinnert in einer Serie täglich an die Ereignisse vor einem Vierteljahrhundert.

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53 Prozent von 800 DDR-Bürgern, die auf eine telefonische Umfrage des Bonner Infas Instituts antworteten, haben sich mit der Politik ihrer Regierung zufrieden erklärt. In der Umfrage für das ARD-TV-Magazin „Kontraste“ äußerten 18 Prozent ihre Unzufriedenheit mit der DDR-Politik. Der Rest machte, wie der Sender Freies Berlin am 25. April 1989 mitteilte, keine Angaben dazu. Angerufen wurden erheblich mehr DDR-Bürger.

Die Hälfte der Angerufenen lehnte es aber ab, sich befragen zu lassen. Ursache dafür dürfte sein, dass die Angerufenen befürchten mussten, von der Staatssicherheit abgehört zu werden. Die Angst vor dem Abhören des Telefons könnte sogar bei einem Teil von denen, die geantwortet haben, die Aussagen beeinflusst haben. 44 Prozent jener, die Antworten gaben, sagten, sie hielten Reformen wie in Ungarn oder Polen auch für die DDR für wünschenswert.