In Berlin sind im vergangenen Jahr 26.513 Fahrräder als gestohlen gemeldet worden. Die meisten davon in Prenzlauer Berg (2122), Kreuzberg (1953), Mitte (1478) und Friedrichshain (1428), wie Innensenator Frank Henkel (CDU) auf eine am Mittwoch veröffentlichte Anfrage der Grünen im Abgeordnetenhaus antwortete. Damit stieg die Zahl der registrierten Fahrraddiebstähle seit 2010 um mehr als 30 Prozent.

Bahnhofsgegenden bei Dieben besonders beliebt

Besonders häufig schlugen Diebe in der Nähe von U- und S-Bahnhöfen sowie von größeren Einkaufszentren zu, wie der Innensenator weiter mitteilte. Sogenannte „Hotspots“ sind der U-Bahnhof Pankow sowie die S-Bahnhöfe Adlershof und Treptower Park. Hier sei die Gelegenheit für Langfinger besonders günstig – einfach deshalb, weil hier am Tag und auch in der Nacht viele Räder stehen.

Ein sicheres Schloss sei nach wie vor die beste Möglichkeit, um Diebstählen vorzubeugen, hieß es weiter. Wer sein Rad codieren lässt, macht Dieben das Leben zusätzlich schwer. Denn die Codierung zeigt sofort, wer der Eigentümer ist. Das erschwert den Verkauf von gestohlenen Rädern – vor allem auf Flohmärkten. Die Berliner Polizei hat im Jahr 2009 sechs Codierungsgeräte für rund 9000 Euro gekauft.

dpa/ap