Panoramaschaukeln, ein Marktplatz und zahlreiche blühende Hänge – damit wird die Internationale Gartenausstellung (IGA) 2017 in Marzahn-Hellerdorf ihre Besucher empfangen. So zumindest ist die Gestaltung des „Auftakts Hellersdorf“ geplant, einem Gelände an der Hellersdorfer Straße. Es liegt am östlichen Haupteingang der Ausstellung. Neben dem Eingang ist auch die Talstation der Seilbahn geplant, die über den 102 Meter hohen Kienberg zum westlichen Rand des IGA-Geländes führen soll.

Am Dienstag wurden die ersten Bäume gepflanzt: Zehn im Rahmen der Kampagne „Stadtbäume für Berlin“ von der Allianz Umweltstiftung gespendete Rot-Ahorne wurden auf den Mittelstreifen der Hellersdorfer Straße gesetzt – eine Art symbolischer Beginn der Neugestaltung des gesamten Geländes. 2015 soll mit der Umsetzung der Ausstellungs-Pläne begonnen werden. „Es nimmt langsam Formen an“, sagte Christian Gräff, Bezirksstadtrat für Wirtschaft und Stadtentwicklung in Marzahn-Hellersdorf. „Wir freuen uns.“

Gräff stellte mit Christian Gaebler, Staatssekretär der Senatsumweltsverwaltung und Aufsichtsratsvorsitzender der IGA Berlin 2017 GmbH, und Christoph Schmidt, Geschäftsführer der IGA Berlin, die Pläne für den „Auftakt Hellersdorf“ vor. Der dazugehörige Haupteingang befindet sich in Höhe der Feuerwache an der Hellersdorfer Straße. Unter anderem soll bis 2017 die gegenüberliegende Station Neue Grottkauer Straße der U5 modernisiert werden. Von dort sind es nur wenige Minuten zu Fuß bis zum IGA-Haupteingang.

Erste Wege auf dem Plateau und geplante Blumenrabatte

103 Hektar beträgt die Gesamtfläche der Ausstellung, die im April 2017 eröffnet und 170 Tage dauert. Neun Hektar davon fallen auf den Teilbereich des „Auftakts Hellersdorf“ mit Kassen, 200 Fahrradstellplätzen, einem Busparkplatz, Verleihstationen für Fahrräder, einem Imbiss und Platz für Veranstaltungen. Außerdem soll es einen Marktplatz mit zehn bis 20 Pavillons geben, einen Spielplatz und einen Aussichtspunkt namens „Belvedere“, eine kleine Erhöhung im südwestlichen Zipfel des Geländes mit Sitzgelegenheiten.

Das Herzstück des „Auftakts Hellersdorf“ bildet die Erhebung des Jelena-Santic-Friedensparks, die mit dem Aushub der Hellen Mitte am Alice-Salomon-Platz in den 90er-Jahren aufgeschüttet worden war. An den Hängen entstehen bis zum Beginn der IGA großflächige Blumenrabatte, die die Besucher mit leuchtenden Farben empfangen sollen.

Auf dem Plateau selbst sind bereits jetzt Wege angelegt, die aber laut Geschäftsführer Christoph Schmidt noch einmal überarbeitet werden. Einzelne Bäume geben ihm einen parkähnlichen Charakter. An seiner westlichen Kante sollen mehrere Panoramaschaukeln stehen, mit denen die Besucher Richtung Kienberg „fliegen“ können.

Höhepunkt: Aussichtsplattform auf dem Kienberg

Der „Auftakt Hellersdorf“ ist einer von fünf Teilbereichen des gesamten IGA-Geländes, direkt daneben liegt die Vertiefung des Wuhletales, ebenfalls Teil der Ausstellung. Wer nicht die Seilbahn nehmen will, kann das Wuhletal auch über einen Steg passieren. Dahinter liegt der dritte Teilbereich, der 102 Meter hohe Kienberg, ursprünglich ein niedriger Hügel, der zu DDR-Zeiten aber mit Trümmern und Schutt auf das Doppelte seine Höhe wuchs. Inzwischen ist er vollkommen zugewachsen.

Die IGA-Organisatoren planen ein Aussichtsbauwerk, das über die Bäume hinausragt und von dem aus die Besucher über Lichtenberg bis zum Alexanderplatz blicken können. Westlich davon erstrecken sich die Mitte der 90er-Jahre entwickelten Gärten der Welt, neun Themengärten auf 25 Hektar, die in die IGA integriert werden. Dann folgt der fünfte Teilbereich, das Gartenband, wo zeitgenössische Gartenkunst gezeigt wird.

Der zweite Haupteingang befindet sich am westlichen Rand des Geländes am Blumberger Damm, unweit der Zielstation der Seilbahn. Auf dem Kienberg soll es eine Mittelstation geben. Die 65 Gondeln fahren auf 1,5 Kilometer und können pro Stunde in einer Richtung rund 3000 Menschen transportieren. Nach Ausstellungsende soll die Bahn in Betrieb bleiben – für etwa drei Jahre.

Bis zum Ende der Ausstellung werden 2,4 Millionen Besucher erwartet. „Auch nach 2017 wird sich der Ort als urbanes Entree dauerhaft etablieren – als Schnittstelle zu U-Bahn-Anbindung von der Innenstadt aus zum Park am Kienberg und den Gärten der Welt“, sagte IGA-Geschäftsführer Christoph Schmidt. Am 4. Juni 2014 können sich Bürger um 18 Uhr im Freizeitforum Marzahn beim sogenannten IGA-Dialog genauer über die Ausstellung informieren.