Ein 54-Jähriger hat gestanden, über neun Jahre hinweg mehrere Jungen sexuell missbraucht zu haben. Er ist am Berliner Landgericht wegen 87 Übergriffen auf drei zwölf bis 17 Jahre alte Schüler angeklagt. Alle Opfer soll der Mann für die sexuellen Handlungen mit Geld, teuren Handys oder Reisen belohnt haben.

Während der Aussage des damaligen Angestellten einer Berufsgenossenschaft hatte das Gericht die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Dies hatte die Verteidigung zu Beginn des Prozessauftakts am Donnerstag beantragt.

Der Mann aus Berlin-Lankwitz habe zwei der Opfer in seinem Kiez auf einem Minigolfplatz kennengelernt, hieß es am Rande der Verhandlung. Der dritte Junge habe aufgrund einer Vereinbarung mit dem Jugendamt und dem Vater des damals etwa 15-Jährigen bei dem Angeklagten gewohnt.

Im Frühjahr 2013 hatten Nachbarn Verdacht geschöpft und die Ermittlungen ins Rollen gebracht. Er sei mit einem der Jungen, die regelmäßig bei dem alleinstehenden Mann zu Besuch waren, zur Polizei gegangen, sagte ein 37 Jahre alter Zeuge.

Der Prozess wird fortgesetzt.

dpa/sei