Die Charité habe am Standort Mitte keine Probleme, Krankenbetten im Aufzug zu transportieren. Das sagte Karl Max Einhäupl, Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums, der Berliner Morgenpost. Die auf den Stationen gebräuchlichen Betten würden ohnehin in jeden Fahrstuhl passen. Betten der Intensivmedizin benötigten mehr Platz, weil dort oft auch zusätzliche Ausrüstung wie Atmungsgeräte oder Infusionsträger angebracht seien. Die könne man notfalls auch kurzfristig abnehmen. Möglich sei auch, die Handläufe im Fahrkorb abzumontieren, die in einem für den Bettentransport reservierten Aufzug nicht notwendig seien, sagte Einhäupl. Das werde auch im Bettenhochhaus der Charité der Fall sein, dass derzeit saniert wird. Die neuen Betten seien bereits vor dem Auszug aus dem Hochhaus in die Campus-Klinik angeschafft worden.

Die Berliner Morgenpost hatte in ihrer Mittwoch-Ausgabe über einen Prüfvermerk berichtet, der Probleme mit neuen Klinikbetten anführt. Diese wurden für die „Campus-Klinik“, den Ersatzbau für die Dauer der Sanierung des Bettenturms, angeschafft. Sie sollen dann auch im Hochhaus genutzt werden, seien aber breiter als die bisher am Uniklinikum eingesetzten. Nun wird befürchtet, dass die Betten auch für die Aufzüge im Hochhaus zu voluminös sind. Die Aufzugsgröße sei jedoch im Rahmen der Sanierung nicht zu ändern.

Einhäupl sagte, die Charité habe bei mehreren Bauvorhaben der vergangenen Jahre bewiesen, dass sie Kostenrahmen und Terminplanungen einhalten kann. Das sei bei der Sanierung des Bettenhochhauses an der Luisenstraße ebenfalls erklärtes Ziel, auch wenn klar sei, dass das Konzept „extrem eng“ ist. Für die Sanierung und den Neubau des OP-Traktes sind 202,5 Millionen Euro vorgesehen, das Projekt soll 2016 abgeschlossen sein. Der Charité-Chef betonte, das Uniklinikum habe in den vergangenen Jahren stets Etat-Überschüsse ausgewiesen: 2011 seien es acht Millionen Euro gewesen, 2012 fünf Millionen und im vergangenen Jahr 1,6 Millionen Euro.

ab