Ein Oberarzt der Berliner Charité hat sich offenbar über mehrere Jahre mit Geschenken bestechen lassen. Das berichtet die „Bild“.

Eine Apothekerin habe dem Arzt technische Geräte geschenkt. Im Gegenzug soll der Mediziner, der auf Krebskrankheiten spezialisiert sein soll, seine Patienten zu der Pharmazeutin in Prenzlauer Berg geschickt haben. Dort sollen die Patienten teure Krebsmedikamente gekauft haben, an denen Apotheker gut verdienen.

Die „BZ“ schreibt weiter, die Staatsanwaltschaft habe vergangenen Donnerstag das Büro des Arztes auf dem Klinik-Campus, seine Villa in Nikolassee, ein Steuerbüro und auch die verdächtige Apotheke durchsucht. Ins Rollen gebracht habe die Ermittlungen ein Hinweis des Finanzamts über auffällige Spendenbescheinigungen. Die Zeitung zitiert einen Sprecher der Staatsanwaltschaft: „Wir haben Geschäftsunterlagen, Schriftverkehr und Spendenbescheinigungen sichergestellt.“

Uwe Dolderer, Sprecher der Charité, sagte der Berliner Morgenpost: „Ich kann bestätigen, dass die Staatsanwaltschaft ermittelt.“ Den Vorwurf der Bestechung und Bestechlichkeit wollte er jedoch nicht bestätigen, ebenso wenig konnte er Angaben zur Identität des Oberarztes machen. „Wir unterstützen die Staatsanwaltschaft und kooperieren in vollem Umfang.“

lary