Echo 2014

Helene Fischer gewinnt gleich zwei Echos in Berlin

Shakira, Kylie Minogue, Peter Maffay und Bob Geldof kamen zur Gala für den Echo 2014 in Berlin. Doch die eigentliche Abräumerin des Abends war Helene Fischer - und überraschte am Schluss.

Im letzten Jahr flog sie im silbernen Overall durch die Halle, diesmal räkelte sie sich in einem weißen Body auf einem goldenen Baugerüst auf der Bühne. Auch am Donnerstagabend eröffnete Schlagerstar Helene Fischer wieder die Echo-Verleihung - den Olymp der deutschen Musikindustrie -, der im Palais am Funkturm zum 23. Mal vergeben wurde.

Bereits Tage zuvor hatten internationale Superstars wie Shakira, Kylie Minogue und James Blunt die Stadt in Aufruhr versetzt - und schafften es auch an diesem Abend mit dem Publikum.

Zuvor hatte Adel Tawil, Preisträger in der Kategorie "Newcomer National" mit seinem Song "Lieder" die Zuschauer in Kuschelstimmung versetzt. Trotz zweifacher Nominierung hielt sich seine Aufregung vor der Veranstaltung in Grenzen. "Ich bin generell nicht der Typ, der sich um rote Teppiche reißt, das kann man in Berlin ja theoretisch jeden Tag haben“, sagte er. Seinen Sieg konnte er jedoch nicht in der Hauptstadt feiern.

Mit dem Award in der Hand sprintete er, direkt nach der Übergabe, vorbei an den Fotografen in Richtung Ausgang. "In diesem Jahr gibt es für mich nicht mal eine After-Show-Party, weil ich danach noch in Hannover spiele", verriet er. Das Konzert in Hannover ist Teil von Adel Tawils erster eigener Tour - durchaus auch ein Grund zum Feiern.

Gefreut über den von Adel Tawils performten Song hatte sich besonders "der Bachelor" alias Christian Tews, der ohne seine neue Freundin zur Veranstaltung gekommen war - und den Song als aktuelles Lieblingslied angab. "Dabei fällt mir auf, dass Katja und ich noch gar kein Lied haben", so der ehemalige Junggeselle, der auf dem - an diesem Abend lilafarbenen - Teppich noch ein wenig unbeholfen wirkte. "Daran müssen wir noch arbeiten."

Wowereit: „Dissonanzen sind nicht so mein Ding“

Ganz anders Stars wie Sängerin und Schauspielerin Anna Loos und Christiane Paul, die sich ähnlich entspannt auf der Veranstaltung zeigten wie Moderator Klaas Heufer-Umlauf, Fernsehkoch Tim Mälzer, Sängerin Leslie Clio, Model Franziska Knuppe und die Cowboys von The BossHoss - um nur einige wenige Prominente zu nennen.

Seitens der Politik zeigte sich Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) bei der Veranstaltung, genau wie Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD). Er verhielt sich sehr diplomatisch bei der Frage nach seiner Lieblingsmusik. "Alles, was melodisch ist. Dissonanzen sind nicht so mein Ding", sagte der Politiker. Im Auto habe er sowieso nichts zu sagen, gab er zu, denn dort werde gehört, was der Fahrer hören wolle. Nutzen wollte er den Abend, um den Mädels von der Band Elaiza, die Deutschland beim Eurovision Song Contest im Mai vertreten werden, persönlich alles Gute zu wünschen.

Das tat auch Rapper Jan Delay, jedoch beglückwünschte er seine Rap-Kollegen von den Fantastischen Vier, die in diesem Jahr ihr 25. Bühnenjubiläum feiern können. "Das ist ein unfassbarer Berg an Tagen, das muss ich sagen", dichtete er spontan. Sowohl der Hamburger Rap-Dandy als auch die Fantastischen Vier traten bei der Veranstaltung auf - letztere präsentierten ein Medley aus ihrer Karriere, 25 Songs aus 25 Jahren - in 250 Sekunden.

„Das war der Bambi 2014“

Auch eine weitere Männer-Kombo stand an diesem Abend im Rampenlicht. Die Sportfreunde Stiller, die bereits vor sieben Jahren einen Echo bekommen haben, konnten in diesem Jahr die Auszeichnung in der Kategorie "Rock/Alternativ" mit nach Hause nehmen. "Nach so langer Zeit, nach einer Bandkrise und vielen Diskussionen, wieder einen Preis zu bekommen - das ist so toll", sagte Sänger Peter Brugger.

Dass er keine Dankesrede vorbereitet hatte, verriet er bereits vor der Veranstaltung. Vorbereitet hatte sich hingegen Tim Bendzko, der den Preis in der Kategorie "Rock/Pop National" entgegen nehmen durfte - und bei seiner kleinen Dankesrede eine lange Liste an Namen herunterleierte.

Genau das Gegenteil - also sprachlos - erlebte das Publikum Moderatorin und Gastgeberin Helene Fischer nur einmal an diesem Abend. "Überhaupt nicht damit gerechnet" hatte Helene Fischer damit, dass sie in der Kategorie "Album des Jahres" ausgezeichnet wurde - die "Königsdisziplin" - wie sie Laudatorin Shakira nannte. Auch in der Kategorie "deutschsprachiger Schlager" durfte sie die Auszeichnung mit nach Hause nehmen.

Und auch am Schluss sorgte Helene Fischer noch einmal für Überraschung. Sie verabschiedete sich mit den Worten: „Das war der Bambi 2014“. Wahrscheinlich war das ein Scherz, denn beim Bambi 2013 hatte sie sich aus Versehen mit den Worten verabschiedet: „Das war der Echo 2013.“ Jedenfalls sorgte der Schlusssatz in den sozialen Netzwerken noch einmal für Diskussionsstoff.

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