Die Band Frei.Wild hat nach Information von „Bild.de“ ihren Auftritt beim Echo am kommenden Donnerstag abgesagt. Damit zieht die Gruppe nach eigener Aussage die Konsequenzen aus dem Ausschluss im vergangenen Jahr. 2013 wurde Frei.Wild Rechtslastigkeit und deutschtümelnde Texte vorgeworfen und von der Nominierungsliste gestrichen. Zudem hatten Bands wie Die Ärzte, MIA und Kraftklub mit einem Boykott der Preisverleihung gedroht.
„Wir wurden als Band samt unseren Fans mit der Ausschluss-Entscheidung von 2013 diffamiert und geschädigt,“ so nun das Statement der Gruppe. Es gehe ihr „um die Verletzung auf der emotionalen und seelischen Ebene, die der gesamten Frei.Wild-Familie zugefügt wurde“. Das, schreibt die Band, „war und bleibt eine bodenlose Sauerei“.
„Reaktionäre Nationaltümelei“
Im Vorfeld der Nominierung hatte in diesem Jahr die Band Jennifer Rostock zum Echo-Boykott aufgerufen. Es sei eine „Form von reaktionärer Nationaltümelei“, dass Frei.Wild in diesem Jahr erneut für den Echo 2014 nominiert wurde. Der kürzlich gegründete Echo-Beirat kam hingegen zu dem Schluss, „dass hier insgesamt die Grenze vom künstlerisch Vertretbaren zum gesellschaftlich völlig Unvertretbaren nicht überschritten sei“.
Die Gruppe schreibt weiterhin, dass „der Verlierer der ganzen Geschichte genau wie im letzten Jahr: der Echo selbst!“ sei. Die Veranstaltung sei „heuchlerisch, verlogen und eigentlich dem Untergang geweiht“. Die Verantwortlichen müssten nach Auffassung der Südtiroler Band „den Mut aufbringen, zu ihren Fehlern zu stehen, daraus zu lernen und den verursachten Schaden in angemessener Art und Weise wieder gut zu machen“. Nach Angaben der Gruppe wollte sie sich mit „den Echo-Verantwortlichen an einen Tisch setzen, um die Sache auszudiskutieren“. Doch man habe es vorgezogen, darauf nicht einzugehen.
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