Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes haben am Montag in Berlin und Brandenburg weitere Warnstreiks stattgefunden. Die Gewerkschaft dbb-Beamtenbund forderte alle Kommunalbeschäftigten und Angestellten des Bundes zum Ausstand auf – etwa beim Zoll oder der Rentenversicherung.
Am Mittag erwartete die Gewerkschaft rund 1000 Beschäftigte zu einer Demonstration vor dem Bundesfinanzministerium. Die Arbeit niederlegen dürfen aber nur Angestellte – die Beamten nicht.
Schwerpunkt in Brandenburg sind nach Angaben der Ver.di-Tarifkoordinatorin Astrid Westhoff Kommunal-, Kreis- und Landesverwaltungen. Es gebe auch Warnstreiks in Kindertagesstätten. Dies sei den Eltern bereits in der vergangenen Woche mitgeteilt worden. In Potsdam ist um 10 Uhr eine zentrale Kundgebung am Bassinplatz geplant. Dort erwartet die Gewerkschaft mehrere tausend Teilnehmer. Wo überall in Brandenburg gestreikt wird, sei noch nicht abzusehen, sagte Westhoff am Morgen.
Im Zuge der aktuellen Tarifrunde des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen fordern die Gewerkschaften, die Gehälter um einen Sockelbetrag von 100 Euro und zusätzlich 3,5 Prozent zu erhöhen. Die dritte Verhandlungsrunde zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften soll am 31. März beginnen. Die Arbeitgeber haben bisher kein Angebot unterbreitet.
Die Angestellten wollen sich im Zuge der aktuellen Tarifrunde des öffentlichen Dienstes für die Forderungen einsetzen. Dazu zählt auch die Forderung der Gewerkschaft Ver.di, Auszubildende unbefristet zu übernehmen.
BM



