Am Mittwoch sollen in der bundesweiten Tarifauseinandersetzung die Berliner Bäderbetriebe bestreikt werden. „Es ist davon auszugehen, dass wegen des Warnstreiks viele Berliner Bäder geschlossen sein werden“, teilte Ver.di mit.
Die Beschäftigten aller Bäder sind aufgerufen, sich am Ausstand zu beteiligen. Nach Informationen der Berliner Morgenpost werden von 33 Einrichtungen aktuell 22 am heutigen Mittwoch ganztägig bestreikt:
Stadtbad Mitte
Stadtbad Tiergarten
Kombibad Seestraße, Wedding
Schwimmhalle Holzmarktstraße, Mitte
Stadtbad Schöneberg
Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg
Stadtbad Charlottenburg alte und neue Halle
Stadtbad Spandau Nord
Stadtbad Wilmersdorf I und II
Schwimmhalle Hüttenweg, Zehlendorf
Paracelsus-Bad, Reinickendorf
Stadtbad Märkisches Viertel
Stadtbad Lankwitz
Schwimmhalle Baumschulenweg, Treptow-Köpenick
Kleine Schwimmhalle Wuhlheide
Schwimmhalle Allendeviertel, Treptow-Köpenick
Schwimmhalle Sewanstraße, Karlshorst
Schwimmhalle Buch
Schwimmhalle Zingster Straße, Neu-Hohenschönhausen
Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE), Prenzlauer Berg
Informationen von anderen Bädern stehen noch aus.
Am Stadtbad Wilmersdorf 1 an der Mecklenburgischen Straße gibt es von 9 Uhr bis 11 eine zentrale Kundgebung.
Der Warnstreik im öffentlichen Dienst traf am Dienstag die Schifffahrt in Berlin. An vier Schleusen legten Mitarbeiter für rund neun Stunden ihre Arbeit nieder. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi trafen sich an der Mühlendammschleuse etwa 150 Beschäftigte zu einer Kundgebung.
Betroffen waren am zweiten Streiktag auch die Schleusen Spandau, Charlottenburg und Plötzensee. Größere Störungen gab es nach Angaben des Wasser- und Schifffahrtsamts Berlin nicht. Derzeit seien weder private Boote noch Ausflugsschiffe unterwegs, sagte Amtsleiter Michael Scholz. Lediglich in Charlottenburg und Spandau müssten eventuell einige Güterschiffe verspätet die Schleuse passieren. Die Gewerkschaften wollen mit den Warnstreiks Druck auf die Arbeitgeber vom Bund und den Kommunen ausüben, weil diese in der ersten Runde der Tarifverhandlungen kein Angebot vorgelegt hatten.
dpa, BM



