Vermutlich war Peter T. aus Dänemark gekommen, um hier das ganz große Geld zu machen. In der Traumstadt Berlin, in der mit Sicherheit die Mieten steigen würden. Doch er hat sich verrechnet. Peter T., am Montag verurteilt zu einer Bewährungsstrafe, landete als Angeklagter vor einem Moabiter Schöffengericht. Ein geschlagener Mann, so scheint es, ernüchtert, mürrisch, desillusioniert.

Die Staatsanwaltschaft warf dem 42-Jährigen Unterschlagung vor, Betrug, Untreue, Bankrott und Insolvenzverschleppung. Schwerpunkt der Anklage waren Kautionen von Mietern in einer Gesamthöhe von mehr als 150.000 Euro, die Peter T. von einem Treuhandkonto auf ein normales Geschäftskonto umbuchte – um so Verbindlichkeiten zu tilgen.

Einiges soll er auch für private Zwecke ausgegeben haben. Von einem Porsche war die Rede, dessen Leasingraten nicht getilgt wurden. Das ist inzwischen erledigt. Peter T., der zu Beginn des Prozesses über seinen Verteidiger ein Geständnis ablegte, hat die ausstehenden 40.000 Euro überwiesen. Ebenso die Mietkautionen.

Als Ausgangspunkt für die Schieflage seiner Firma sah Peter T. die Bankenkrise. Ihm seien Darlehen entzogen worden. Vielleicht hatte der gelernte Großhandelskaufmann auch die Übersicht über sein Firmengeflecht verloren. Er kam mit sechs Millionen Euro nach Berlin. Für 550.000 Euro hatte er zudem ein Privatdarlehen aufgenommen. „Das ist jetzt alles weg“, sagte er. Geblieben seien nur Schulden.