Patienten müssen sich am kommenden Montag, 17. März 2014, wegen eines Warnstreiks auf längere Wartezeiten in sechs Berliner Vivantes-Kliniken einstellen. Die Notfallversorgung sei aber gesichert, sagte die zuständige Ver.di-Gewerkschaftssekretärin Janine Balder am Freitag.
Der Arbeitgeberverband KAV Berlin kritisierte den angekündigten Ausstand. Die Verhandlungen zur Tarifrunde 2014 hätten gerade erst begonnen, wurde Geschäftsführerin Claudia Pfeiffer in einer Mitteilung zitiert.
Die Forderungen der Gewerkschaften und die wirtschaftliche Lage der Kommunen klafften zu weit auseinander. Viele Städte und Kommunen leiden trotz der guten wirtschaftlichen Entwicklung unter hohen Schulden und zurückgehenden Einnahmen. Die Gewerkschaften wollen das aber als Grund für das ausbleibende Angebot nicht akzeptieren.
100 Euro plus 3,5 Prozent
Das Personal will sich in der aktuellen Tarifrunde des öffentlichen Dienstes für einen zusätzlichen Grundbetrag von 100 Euro plus 3,5 Prozent Einkommenserhöhung stark machen. Außerdem wollen sie eine verbindliche Regel für die unbefristete Übernahme Auszubildender.
Schwerpunkt des Warnstreiks für höhere Gehälter werde das Vivantes-Klinikum Neukölln, sagte Balder. Auch Angestellte des Auguste-Viktoria-Klinikums in Schöneberg und des Krankenhauses in Spandau wollen sich beteiligen. Einige wenige Mitarbeiter der Kliniken Am Urban in Kreuzberg, an der Landsberger Allee in Friedrichshain und des Humboldtklinikums wollten ebenfalls in den Warnstreik treten.
Sie schätze, dass sich insgesamt mehrere hundert Ärzte, Pfleger und Schwestern beteiligten, sagte Balder. „Vor allem die Operations- und Anästhesiebereiche sind betroffen.“ Am Donnerstagabend war ein geplanter Streik an der Charité abgesagt worden. Dort soll ein Schlichter im Streit um mehr Personal nach einer Lösung suchen.
dpa/jkw




