Berlins Kliniken bekommen von Patienten überwiegend gute Noten: Rund 78 Prozent der Behandelten waren allgemein zufrieden mit ihrem Krankenhaus, wie aus der aktuellen Patientenbefragung der Techniker Krankenkasse hervorgeht. Am Dienstag wurden die bundesweiten Daten in einem Klinikführer veröffentlicht. Elf der 43 bewerteten Berliner Kliniken kamen dabei besonders gut weg, darunter vor allem kleinere Häuser wie das Krankenhaus Waldfriede oder das Martin-Luther-Krankenhaus.

Die größte Patientenkritik in der Hauptstadt gab es bei den Punkten Organisation und Unterbringung. Hier waren nur 71,9 Prozent der Berliner Behandelten zufrieden – bundesweit waren es 73,3 Prozent. Bei allgemeiner Zufriedenheit lagen die Häuser in Sachsen vorn (81,7 Prozent), hinten das Saarland (78,1 Prozent).

Besonders hohe Zufriedenheit erreichten im Punkt „allgemeine Zufriedenheit“ mit mehr als 90 Prozent in Berlin und Umland Häuser wie die Klinik für MIC Minimal Invasive Chirurgie (95,3 Prozent), die DRK Kliniken Berlin Park-Sanatorium Dahlem GmbH (92,6 Prozent), das Oberlinhaus Orthopädische Fachklinik in Potsdam (90,3 Prozent) und das Bundeswehrkrankenhaus Berlin (90,2 Prozent).

Mit 74,6 Prozent Zufriedenheit erreichen auch Häuser wie das Virchow-Klinikum der Charité Universitätsmedizin und das Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum (74,2 Prozent) hohe Werte.

Die meisten Berliner Kliniken erreichen Zufriedenheitswerte von mehr als 70 Prozent. Selbst jene Krankenhäuser, die niedriger abschneiden, erzielen immer noch gute Werte. Knapp über der Marke von 70 Prozent liegt mit 70,8 Prozent Zufriedenheit der befragten Patienten das Vivantes Klinikum Spandau, nur knapp unter 70 Prozent liegen weitere Vivantes-Häuser wie das Klinikum am Urban (69,6 Prozent), das Humboldt-Klinikum (69,5 Prozent), das Klinikum Neukölln (69,3 Prozent) und das Vivantes Klinikum im Friedrichshain (68,7 Prozent).

„Wie zufrieden sind Sie mit dem Essen?“

In den Fragebögen, die die Patienten nach einer Behandlung in den jeweiligen Häusern per Post nach Hause bekamen, wurden sowohl sogenannte Rating- als auch Reportingfragen gestellt. Bei den Ratingfragen wurde die Einschätzung des Versicherten zur allgemeinen Zufriedenheit abgefragt. Ein Beispiel: Die Frage lautet „Wie zufrieden sind Sie mit dem Essen?“. Die Antwortvorgaben lauteten dann zum Beispiel „vollkommen zufrieden“ bis „unzufrieden“. Bei Reportingfragen wurde der Versicherte aufgefordert, ein von ihm beobachtetes Verhalten oder Vorgänge zu berichten. Eine solche zu beurteilende Aussage wäre: „Das Pflegepersonal nahm sich für meine Anliegen angemessen Zeit.“ Eine passende Antwortskala dazu reicht von „stimme voll und ganz zu“ bis zu „stimme nicht zu“.

Während sich insgesamt ein gutes Bild der Zufriedenheit der Patienten mit den Kliniken ergebe, weisen die Urheber der Studie darauf hin, dass sich eine Rangfolge damit nicht ermitteln lasse.

BM/dpa/seg