Die Bundeswehr bringt an diesem Mittwoch 24 bei den Protesten auf dem Maidan in Kiew verletzte Ukrainer in Krankenhäuser nach Deutschland. Zwölf Patienten werden in Berlin behandelt und je sechs in Bundeswehrkrankenhäusern in Ulm und Koblenz.
Nach einer Bitte der pro-westlichen Regierung in Kiew hatte ein sechsköpfiges ärztliches Beraterteam der Bundeswehr den Transport in den vergangenen Tagen vorbereitet.
Die Verletzten werden mit einem zur fliegenden Intensivstation umgerüsteten Airbus, einem sogenannten „MedEvac“, nach Deutschland gebracht. Bei den schweren Ausschreitungen auf dem Maidan waren im Februar Dutzende Menschen getötet und Hunderte verletzt worden, zum Teil durch Schüsse.
Acht Verletzte in landeseigenen Kliniken, vier bei der Bundeswehr
Unter den Ukrainern, die nach Deutschland gebracht werden, sind mehrere Schwerverletzte, die liegend transportiert werden müssen. Der Bundeswehr-Airbus wird am Mittwochnachmittag zunächst in Berlin-Tegel landen und anschließend nach Stuttgart und Köln-Bonn weiterfliegen.
In Berlin sollen voraussichtlich acht Verletzte in landeseigenen Kliniken von Charité und Vivantes behandelt werden, vier im Bundeswehrkrankenhaus.
Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hatten vergangene Woche entschieden, Geld für die Behandlung der Verletzten in Deutschland bereit zu stellen. Einen Teil der Kosten wollen demnach ein ukrainischer Geschäftsmann und dessen Frau übernehmen.
Die Behandlung der Verletzten aus der Ukraine geht nach früheren Angaben des Verteidigungsministeriums auf eine Bitte des ukrainischen Parlaments an die deutsche Botschaft in Kiew zurück. Viele Teilnehmer der Proteste im Februar auf dem Maidan der ukrainischen Hauptstadt hatten schwere Verletzungen davongetragen, für die in spezialisierten Einrichtungen in Deutschland gute Behandlungschancen bestehen.
dpa/AFP/ap




