Im Prozess um das Mordkomplott gegen eine junge Pferdewirtin hat nach knapp einjähriger Verhandlung eine weitere Angeklagte die Tat bestritten. Weder sie noch ihr Sohn hätten mit der schrecklichen Tat zu tun, sagte die 57-Jährige am Montag vor dem Berliner Landgericht. Zwar habe sie rund zwei Monate vor dem Mord die 21-Jährige mit einem Messer verletzt. „Ich habe aber zu keinem Zeitpunkt geplant, sie umzubringen“, erklärte die Frau. In der vorigen Woche hatte ihr Sohn, ein 25-jähriger Springreiter, die Vorwürfe bestritten.
Mutter und Sohn sollen laut Anklage aus Habgier ein Mordkomplott gegen die Pferdewirtin geschmiedet haben. Sie hätten rund 2,4 Millionen Euro aus Versicherungen kassieren wollen, die zuvor auf das Leben der Freundin des Sohnes abgeschlossen worden waren. Nach zwei gescheiterten Anschlägen wurde die 21-jährige Berlinerin in der Nacht zum 21. Juni 2012 auf einem Parkplatz im Ortsteil Lübars erdrosselt.
Urteil nicht vor Juli erwartet
Neben Mutter und Sohn müssen sich seit dem 21. März 2013 zwei weitere Männer und eine Frau verantworten. Die 28-Jährige hatte zu Beginn des Prozesses die Anklage im Wesentlichen bestätigt. Der Springreiter hatte nun in seiner Aussage diese Frau, die auf eine gemeinsame Zukunft mit ihm gehofft habe, als mögliche Drahtzieherin des Verbrechens dargestellt. Mit einem Urteil ist nach derzeitigen Planungen des Gerichts nicht vor Juli zu rechnen. Der Prozess wird am 27. März fortgesetzt.


