Notunterkunft

Oranienplatz-Flüchtlinge - Caritas mahnt Lösung vom Senat an

Zum Wintereinbruch hat die Caritas rund 80 Flüchtlingen vom Oranienplatz aufgenommen - mit Unterstützung des Senats aus Mitteln der Kältehilfe. Doch diese läuft nun aus. Die Flüchtlinge müssten raus.

Foto: DAVIDS/Darmer / DAVIDS

Nach der Aufnahme von rund 80 Flüchtlingen vom Oranienplatz hat die Caritas an den Berliner Senat appelliert, eine neue Unterkunft für die Menschen zu suchen. „Es muss eine Lösung geben, denn unsere Vereinbarung läuft am 31. März aus“, sagte der Sprecher des katholischen Wohlfahrtsverbandes, Thomas Gleißner. „Wir sind in Gesprächen mit der Sozialverwaltung.“

Die Caritas hatte kurz vor dem Wintereinbruch etwa 80 Flüchtlinge vom Oranienplatz auf Bitten der Sozialverwaltung in einem ehemaligen Seniorenheim in der Residenzstraße aufgenommen. Sie hatten mehr als ein Jahr in Zelten auf dem Platz geschlafen. Ihren Aufenthalt bei der Caritas finanziert die Sozialverwaltung als humanitäre Geste über die Kältehilfe bis Ende März.

„Jetzt ist die Politik dran“

Dann würden auch die zertifizierten Brandwachen abgezogen, die den Aufenthalt der Flüchtlinge in dem zuvor zwei Jahre leerstehenden Haus erst möglich gemacht hätten, sagte Gleißner. „Jetzt ist die Politik dran. Sie muss eine Lösung außerhalb unseres Hauses finden.“

Eine Sprecherin der Sozialverwaltung bestätigte die Gespräche mit der Caritas. Zu einer möglichen Verlängerung der Kältehilfe wollte sie sich nicht äußern. Eine längerfristige Lösung für die Flüchtlinge gehöre in das Paket, das Integrationssenatorin Dilek Kolat (SPD) derzeit mit den Flüchtlingen verhandele, sagte die Sprecherin.