Nach der Entdeckung menschlicher Knochen im Volkspark Jungfernheide in Berlin-Charlottenburg sucht die Polizei nun mit mehreren Leichenspürhunden nach weiteren Überresten einer vergrabenen Leiche. Nach Angaben eines Polizeisprechers von Mittwoch fehlen noch die Füße des Toten. Die Identität des Mannes, der offensichtlich erschlagen wurde, stand bislang nicht fest.
Spaziergänger hatten die Knochen am Montagabend unweit der Autobahn A111 gefunden. Die Überreste haben nach Angaben der Polizei ein Stück weit aus dem Boden geragt. Kriminalbeamte haben inzwischen ermittelt, dass es sich um die Leiche eines getöteten Mannes handeln muss, der nach seiner Ermordung in der weitläufigen Parkanlage vergraben wurde.
Die Fundstelle befindet sich abseits der Spazierwege zwischen Wasserturm und Kurt-Schumacher-Damm im nordöstlichen Bereich der Parkanlage.
Hier wurden die Knochen gefunden:
In dem dicht mit Eichen bestandenen Waldstück der Grünanlage halten sich auch zahlreiche Wildschweine auf, was viele Spuren belegen. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Knochen möglicherweise von diesen Tieren bei ihrer Suche nach Futter freigelegt worden sein könnten.
Der Leichnam wurde von Gerichtsmedizinern untersucht. Dabei stellte sich nach Polizeiangaben heraus, dass es sich um einen etwa 1,80 Meter großen Mann handeln muss. Am Kopf des Toten fanden sich deutliche Spuren von Gewalteinwirkung. Demzufolge dürfte das noch unbekannte Opfer erschlagen und anschließend im Park verscharrt worden sein. Unklar ist bislang noch, ob der Leichnam vor Wochen oder gar Monaten vergraben wurde.
Die Polizei bittet um Hinweise und fragt, wer in den letzten Monaten und Wochen verdächtige Beobachtungen in dem Park, besonders zwischen Wasserturm und Kurt-Schumacher-Damm, gemacht hat. Hinweise nimmt die 6. Mordkommission, Keithstraße 30 in Tiergarten, unter der Berliner Rufnummer (030) 4664-911 666 oder jede Polizeidienststelle entgegen.
dpa/sei















