Die jungen Männer dürften bei ihrer überraschenden Entdeckung geschockt gewesen sein. Die beiden Spaziergänger haben am Montagabend in der Jungfernheide unweit der Autobahn A111 in Berlin-Charlottenburg menschliche Knochen entdeckt.
Die Knochen hätten nach Angaben der Polizei ein Stück weit aus dem Boden geragt. Kriminalbeamte haben inzwischen ermittelt, dass es sich um die Überreste eines getöteten Mannes handeln muss, der nach seiner Ermordung in der weitläufigen Parkanlage vergraben wurde.
Die gruselige Entdeckung hatten die Spaziergänger bereits am frühen Montagabend gemacht, teilte die Polizei am Dienstag mit. Die Fundstelle soll sich abseits der Spazierwege zwischen Wasserturm und Kurt-Schumacher-Damm im nordöstlichen Bereich der Parkanlage befinden.
Hier wurden die Knochen gefunden:
Wie die Berliner Morgenpost erfuhr, hatten die beiden Heranwachsenden den Fund gemacht, als sie abseits der Spazierwege unterwegs waren. Sie stießen in einer Senke im Unterholz auf die Knochen. Die Zeugen informierten umgehend die Polizei. Die Spezialisten der Kriminaltechnik legten dann gegen 18.50 Uhr an der Fundstelle die Überreste eines Menschen frei. In dem dicht mit Eichen bestandenen Waldstück der Grünanlage halten sich auch zahlreiche Wildschweine auf, was viele Spuren belegen. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Knochen möglicherweise von diesen Tieren bei ihrer Suche nach Futter freigelegt worden sein könnten.
Weil zunächst unklar blieb, wie alt die menschlichen Knochen sind, wurde der Leichnam am Dienstagvormittag von Gerichtsmedizinern untersucht. Dabei stellte sich nach Polizeiangaben zweifelsfrei heraus, dass es sich um einen unbekannten, etwa 1,80 Meter großen Mann handeln muss. Am Kopf des Toten fanden sich deutliche Spuren von Gewalteinwirkung. Demzufolge dürfte das noch unbekannte Opfer erschlagen und anschließend im Park verscharrt worden sein. Unklar ist bislang noch, ob der Leichnam vor Wochen oder gar Monaten vergraben wurde. Weitere Untersuchungen sollen nun Aufschluss über die Identität des Unbekannten ergeben – und unter welchen Umständen er zu Tode kam. Die Beamten gehen nach den vorliegenden Erkenntnissen davon aus, dass der Mann bereits seit längerer Zeit im Jungfernheidepark vergraben war, hieß es am Dienstag weiter.
Die Polizei bittet um Hinweise und fragt, wer in den letzten Monaten und Wochen verdächtige Beobachtungen in dem Park, besonders zwischen Wasserturm und Kurt-Schumacher-Damm, gemacht hat. Hinweise nimmt die 6. Mordkommission, Keithstraße 30 in Tiergarten, unter der Berliner Rufnummer (030) 4664-911666 oder jede Polizeidienststelle entgegen.





