Geldanlage

Studentenwohnungen lassen Makler auf hohe Rendite hoffen

Berlin ist reich an Studenten. Jetzt planen Immobilienunternehmen, wie man mit ihnen Geld verdienen werden kann. 400 Apartments entstehen in Nähe des Alex in Mitte und wecken Rendite-Erwartungen.

Foto: LAMBERT Wohnbau GmbH / © LAMBERT Wohnbau GmbH

An Berlins privaten und öffentlichen Hochschulen sind zurzeit etwa 160.000 Studenten eingeschrieben. Nur sechs Prozent davon bekommen einen Platz in einem Studentenwohnheim. Diese Wohnungsnot soll durch ein neues Projekt in Mitte gemildert werden. 390 Wohnungen sollen im „Studio:B“-Gebäudekomplex ab Herbst 2015 an Studenten vermietet werden.

Gelegen zwischen Alexanderplatz und Mollstraße, wird die Lage an der Keibelstraße 6 als das wichtigste Verkaufsargument angegeben. „Mitte-Mitte“ nennt das Andreas Kunze vom Immobilienberatungsunternehmen Colliers International Berlin und hebt die Zentralität von „Studio:B“ hervor, die den Unterschied zu anderen Studentenwohnungen wie Dahlem oder Adlershof machen würde.

Diese Lage wird ihren Preis haben, da die Nettokaltmiete für die Standardwohnungen mit einer Größe von 21 bis 25 Quadratmetern bei 450 bis 500 Euro angegeben wird. Dazu kommen noch Kosten für Strom, Wasser, Telefon und Internet, zudem sind die Zimmer unmöbliert.

Einzig Einbauküche und Fußbodenheizung sollen alle Wohnungen besitzen. Zum Vergleich: Ein 26 Quadratmeter großes Zimmer im kürzlich eröffneten Studentenwohnprojekt „Eba51“ in Berlin-Plänterwald kostet knapp 400 Euro. Allerdings möbliert und all-inklusive, das heißt Strom, Warmwasser, Heizung und eine Internet-Flatrate inbegriffen.

Geldanlage Studenten-Apartment: Ab 104.000 Euro zu haben

„Mitte-Mitte ist das teuerste und gesuchteste Stadtviertel in ganz Berlin“, begründet Kunze den hohen Preis. 20 Euro pro Quadratmeter werden Studenten dann auch zahlen müssen, wenn sie im „Studio:B“ wohnen wollen. Diese Zahl erscheint zunächst recht hoch. Bei Betrachtung des aktuellen Mietspiegels für Ein-Zimmer-Wohnungen bis 40 Quadratmeter in Berlin-Mitte relativiert sich das etwas.

Knapp 17 Euro pro Quadratmeter gibt der Internetanbieter Immowelt.de dafür an. „Die Lage ist entscheidend, in Mitte wird es immer Mieter geben, die Preise werden weiter steigen“, sagt Kunze. „Studio:B“ ist ein Projekt der Lambert Wohnbau, die vergleichbare Gebäude für Studenten bereits in den bayerischen Städten Regensburg und München errichtet hat. Die Wohnungen in Berlin werden alle an Privatinvestoren vermarktet.

„Mit einem Studenten-Apartment zu einem Preis ab 104.000 Euro und einer Mietrendite von circa 4,9 Prozent jährlich ermöglichen wir Privatinvestoren eine interessante Anlagechance in Berlin-Mitte“, sagt Kunze. Bei einem Kauf könne sich der Investor ins Grundbuch eintragen lassen, was mehr Verfügungsgewalt nach sich ziehe, wie etwa das Aussuchen der Mieter.

Bestandteil der Verträge ist jedoch, dass die Wohnungen nur an Studenten vermietet werden dürfen. Bis jetzt habe man 25 bis 30 Prozent der Wohnungen bereits verkauft. Baubeginn ist März/April 2014, drei Monate vor Fertigstellung soll mit der Vermietung begonnen werden. Ziel ist ein Bezug der Räumlichkeiten zum Start des Wintersemesters 2015/16.