Am 8. Februar 1989 sickerte durch, dass in der Ost-Berliner Samaritergemeinde in Friedrichshain in den Amtsräumen und in der Privatwohnung des regimekritischen Pfarrers Rainer Eppelmann erneut Wanzen gefunden wurden. Nach Angaben des „ARD-Studio DDR“ sei am 26. Januar die „Sendeanlage zur Übertragung von Schallwellen“ in einer Stehlampe und am 28. Januar eine weitere in einem Radio gefunden worden. Die „Wanzen“ waren so ausgerichtet, dass nicht nur die Wohnung, sondern auch die Superintendentur und die Räume der Kirchengemeinde abgehört werden konnten. Bereits am vierten Advent 1988 hatte Rainer Eppelmann, der Mitinitiator der kirchlichen Friedensbewegung in der DDR ist, einen kompletten Minisender mit Verstärker und Antenne in seinem Arbeitszimmer gefunden. Die „Wanze“ war hinter einer defekten Steckdose versteckt.