Nach der internen Statistik des Bonner Innenministeriums aus dem Februar 1989 ist die Zahl der Flüchtlinge aus der DDR 1988 kräftig gestiegen. Mit 9705 Flüchtlingen (1987: 6252) wurde 1988 der höchste Stand seit 23 Jahren erreicht. Unter den 9705 Flüchtlingen befanden sich 590 sogenannte „Sperrbrecher“, Personen, die unter Gefahr für Leib und Leben über die Grenze flüchteten. Das war der höchste Stand an Sperrbrechern seit 1977.
Die Zahl der Übersiedler aus der DDR und Ost-Berlin betrug 1988 29.033 Personen. Mehr als verdoppelt hat sich im Vergleich zu 1987 die Gesamtzahl der Übersiedler, Flüchtlinge und Freigekauften auf 39.832 Personen. Laut Statistik haben seit Kriegsende 4.035.093 Menschen dem SED-Regime den Rücken gekehrt, um in die Bundesrepublik zu ziehen. Seit dem Bau der Mauer sind 616.051 DDR-Bewohner und Ost-Berliner übergesiedelt.



