Kältehilfe

So können Sie Berliner Obdachlosen helfen

Durch die kalten Nächte drohen viele Berliner Obdachlose zu erfrieren. Deshalb rät die Stadtmission Berlinern, die nachts im Freien einen Wohnungslosen treffen: Ansprechen, nicht wegschauen!

Foto: JakobHoff / Jakob Hoff

Um Obdachlose vor der Kälte zu schützen, bittet die Berliner Stadtmission die Berliner um Mithilfe: „Es besteht die akute Gefahr, dass obdachlose Menschen erfrieren“, heißt es in einem Aufruf der Kältehilfe. Die Mitarbeiter rufen zu Mitgefühl und Wachsamkeit für Menschen in Not auf. „Überwinden Sie Ihre Scheu oder Scham, einen Obdachlosen anzusprechen“, appellierte der Direktor der Berliner Stadtmission, Hans-Georg Filker, an die Berliner. Er verweist auf die Hilfe-Regeln, mit denen jeder etwas für obdachlose Menschen tun könne. „Nehmen Sie sie als Handlungsanweisung. Sie könnten Leben retten.“

Hinschauen, wenn man einen Obdachlosen in Not sieht. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass sich andere um ihn kümmern.

Sprechen Sie den Menschen an, um herauszufinden, ob Hilfe gewünscht wird oder nötig ist. Wenn der Angesprochene das Angebot ablehnt, Sie aber das Gefühl haben, dass er eigentlich Hilfe braucht: Informieren Sie die Stadtmission (690 33 33) oder zum Beispiel den sozialen Träger GeBeWo (810 56 04 25). Nennen Sie den genauen Standort, schildern Sie die Situation und bitten Sie darum, dass jemand vorbeikommt und sich um den Menschen in Not kümmert.

Ein heißer Kaffee oder eine Suppe ist eine erste Nothilfe bei Kälte. Wenn Sie wissen, wo es in der Nähe Unterstützung gibt, können Sie auch darauf hinweisen. In der Stadtmission am Zoo bekommen Obdachlose beispielsweise eine heiße Suppe. Auch viele Gemeinden bieten Wärmestuben und andere Hilfen an. Zwischen 21 und 3 Uhr kann der Kältebus einzelne Menschen beispielsweise in Notunterkünfte fahren oder sie mit dem Nötigsten versorgen, um trotz Kälte draußen zu überleben. Wenn Sie nachts einen Obdachlosen im Freien treffen, der Hilfe braucht, rufen Sie die Mitarbeiter im Kältebus an ({telvoll} 0178 /523 58 38).

Helfen Sie den Kältebus-Mitarbeitern: Geben Sie den genauen Standort an. Beschreiben Sie, in welcher Notlage der Mensch ist, für den Sie anrufen, und wie dringend er Hilfe braucht.

Bei akuter Lebensgefahr rufen Sie die Feuerwehr (112).