Die Ermittlungen der 1. Mordkommission und der Zielfahnder führten am Dienstagvormittag in Heinersdorf in Pankow zur Festnahme eines mit einem Haftbefehl gesuchten Manns. Der 49-Jährige steht unter dem dringenden Tatverdacht des Totschlags. Beamte des Mobilen Einsatzkommandos stellten den den Mann gegen 10.20 Uhr an der Romain-Rolland-Straße und nahmen ihn fest.
Der Tatverdächtige soll am 9. Januar gegen 22 Uhr an der Dietzgenstraße in Pankow mehrere Schüsse auf einen 46-Jährigen abgegeben haben, berichtet die Polizei. Der Täter flüchtete anschließend. Der auf Antrag der Staatsanwaltschaft Berlin wegen Totschlags erlassene Haftbefehl soll dem Tatverdächtigen heute eröffnet werden. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat dauern weiter an.
Wie die Berliner Morgenpost aus Ermittlerkreisen erfuhr, ließ das Mordopfer in der Vergangenheit in der City West Prostituierte in verschiedenen Bordellen für sich arbeiten. Es wird nicht ausgeschlossen, dass der Täter ebenfalls im Rotlichtmilieu aktiv gewesen ist und dass es in diesem Zusammenhang zu Streitigkeiten gekommen ist. Aber auch ein Konflikt um eine Frau komme einem Ermittler zufolge in Betracht. Fest steht: Im Haus von Rene K. hatte sich zum Zeitpunkt des Mordes eine Frau aufgehalten, die dort polizeilich nicht gemeldet ist. „Es sieht im Moment danach aus, dass das spätere Opfer ein Verhältnis mit ihr hatte und ihr bisheriger Lebensgefährte deswegen wütend war“, sagte ein Ermittler.
Anwohner berichteten vor Ort, dass Rene K. auch Kontakte zur Rockerszene gehabt haben soll. Die Polizei bestätigte dies offiziell zunächst nicht, einem Ermittler zufolge gebe es aber Ansatzpunkte für Ermittlungen in diese Richtung. Konkrete Hinweise liegen aber nicht vor, auch das zuständige Dezernat des Landeskriminalamtes hat keine Erkenntnisse zu einer Verbindung von Rene K. zu Rockern.
BM




