Brandenburg

Hartz-IV-Paar soll mit Sexpartys Millionen verdient haben

Ein arbeitsloses Paar aus Brandenburg soll Sexpartys organisiert, Filme davon verkauft und eine Telefonsex-Hotline betrieben haben. Nach einem Medienbericht ermittelt nun die Polizei.

Gegen ein arbeitsloses Ehepaar aus Brandenburg wird wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung und des Sozialhilfebetrugs in Millionenhöhe ermittelt, wie das Nachrichtenmagazin „Focus“ am Sonntag vorab berichtet. Der 51-jährige Mann und seine 49-jährige Ehefrau sollen dem Bericht zufolge bei Hunderten Sexpartys in Deutschland, Österreich und der Schweiz mindestens eine Million Euro kassiert haben. Allerdings waren sie zugleich als Hartz-IV-Empfänger gemeldet.

Ihre Honorare für die Sexorgien sollen die beiden weder dem zuständigen Finanzamt Luckenwalde noch dem Jobcenter Teltow-Fläming gemeldet haben. Gegen das Paar ermittelt laut „Focus“ das Polizeipräsidium Frankfurt am Main. Dort seien sie im Dezember bei einer Sexparty von Polizisten und Mitarbeitern des Ordnungsamtes kontrolliert worden.

Laptops beschlagnahmt

Die Orgien in verschiedenen Hotels sollen aber nicht die einzige Einnahmequelle gewesen sein. Nach dem Bericht sollen die Beschuldigten auch eine kostenpflichtige Telefonsex-Hotline sowie eine Webcam betrieben haben, außerdem hätten sie Filme von den Sexpartys verkauft.

Bei der Razzia soll die Franfurter Polizei zwei Laptops beschlagnahmt haben, auf denen sich detaillierte Angaben zur langjährigen Tätigkeit des Paares im Rotlichtmilieu befanden. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, drohen den Beschuldigten hohe Geld- oder Haftstrafen.