Eisige Temperaturen von bis zu minus 16 Grad haben die Menschen in Berlin und Brandenburg am Sonnabend zum Schlottern gebracht. „Der Dauerfrost wird uns noch ein paar Tage erhalten bleiben“, sagte Ulfried Wohlfart, Diplom-Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst in Potsdam. Erst Mitte kommender Woche könne sich das möglicherweise ändern.
Dennoch warnen die Berliner Feuerwehr und Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Wochenende davor, das Eis auf den Gewässern zu betreten.
Wie am Engelbecken in Berlin-Kreuzberg wagen sich bereits zahlreiche Menschen auf die noch sehr dünnen Eisflächen. Doch was so schön aussieht, ist extrem gefährlich. Feuerwehr und Wasserschutzpolizei warnen dringend davor, Eisflächen auf Gewässern zu betreten. Die Eisstärke könne auf Grund von Strömungsverhältnissen auf engem Raum sehr unterschiedlich sein. Grundsätzlich sei die aktuelle Frostperiode in der Region noch zu kurz gewesen. Ist eine Person im Eis eingebrochen, sei sofort die Feuerwehr zu alarmieren. Feuerwehrsprecher Stephan Fleischer gibt in einem Youtube-Video der Berliner Morgenpost Verhaltenstipps.
Der Einsatzleiter der Berliner DLRG, Frank Villmow, sagte, damit das Eis tragfähig sei, müsse es mindestens 15 Zentimeter dick sein. Fließende Gewässer sollten generell nie betreten werden, sagte Villmow. „Am sichersten ist es, auf die Eisbahn zu gehen“, riet er.
Auf vielen Gewässern hatte sich die Eisschicht erst in der Nacht zu Sonnabend gebildet. Erstmals in diesem Winter fror auch das Wasser der Oder im Raum Frankfurt. Dicke Eisschollen türmten sich auf dem deutsch-polnischen Grenzfluss beispielsweise in Lebus auf.
Kältester Ort in Brandenburg war in der Nacht zu Sonnabend Angermünde (Uckermark) mit minus 16 Grad. Im Berliner Stadtgebiet waren es zwischen minus 13 und minus 14 Grad.
Nach Angaben von Wohlfart strömt zunächst weiter kalte Luft mit dem Hoch „Benjamin“ nach Deutschland. Erwartet wird ab Dienstag aber ein atlantischer Tiefausläufer – dann könnten die Temperaturen wieder leicht ansteigen.
dpa/sei




