Am Britzer Damm in Britz ist am Sonnabendmorgen ein Geldautomat in einer Filiale der Berliner Volksbank gesprengt worden. Anwohner waren durch einen lauten Knall geweckt worden, sahen wie Rauch aus dem Gebäude drang und alarmierten daraufhin die Polizei. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei waren gegen 8.30 Uhr zwei Maskierte in die Filiale eingedrungen und hatten den Geldautomaten zur Explosion gebracht. Anschließend entkamen sie unerkannt mit der Geldkassette.

Laut Zeugenaussagen hatte ein Komplize mit einem dunkelblauen Kombi vor der Filiale gewartet. Das Trio flüchtete mit dem Wagen in Richtung Hermannstraße. Die Kennzeichen, die sich an dem Auto befanden, waren als gestohlen gemeldet.

Durch die Detonation ist nicht nur der Geldautomat aus seiner Verankerung gerissen worden. Eine Fensterscheibe aus Sicherheitsglas ist in den Vorgarten des Hauses geflogen, zudem wurde der Serviceraum verwüstet. Die Kriminalpolizei sicherte am Vormittag Spuren. Die Ermittlungsgruppe Giro beim Berliner Landeskriminalamt übernahm den Fall.

37. Sprengung seit Anfang 2013

Seit Monaten kommt es in der Hauptstadt immer zu Sprengungen von Geldautomaten. Seit Anfang 2013 gab es bereits 37 solcher Taten. Meistens flüchten die Täter ohne Beute, weil die Sprengungen entweder nicht gelingen oder aber infolge der Detonationen Farbpatronen zerplatzen und die Geldscheine damit unbrauchbar machen.

Erst vor fünf Tagen hatten Unbekannte an der Badenschen Straße in Wilmersdorf einen Geldautomaten gesprengt - im Vorraum einer Filiale der Santander Bank. Der Automat wurde stark beschädigt, auch in diesem Fall gelang den Tätern die Flucht mit der Geldkassette.

plet/ap