Beamten des Landeskriminalamtes ist im Zuge der Bekämpfung des Handels mit synthetischen Drogen die Sicherstellung der bislang größten Menge des Rauschgifts Crystal Meth gelungen. 280 Gramm der extrem gefährlichen Droge sind bei Festnahmen und Hausdurchsuchungen entdeckt worden. Ausgangspunkt war ein Ermittlungsverfahren der Berliner Staatsanwaltschaft, welches am Freitag voriger Woche zur Festnahme von drei Tatverdächtigen geführt hat. Außerdem wurde ein Haftbefehl gegen eine 42-Jährige wegen Drogenhandels vollstreckt, teilten die Strafverfolgungsbehörden am Montag mit.
In dem nach eigenen Angaben landesweit bislang größten „Crystal Meth“-Verfahren waren die Ermittler auf die Spur eines 48-jährigen Lieferanten gestoßen. Der Verdächtige wurde vorigen Freitag gegen 12 Uhr an der Huttenstraße in Moabit von Fahndern dabei beobachtet, wie er einem 34 Jahre alten Rauschgifthändler die in Labors hergestellte Droge übergab. Beide Männer konnten von den Einsatzkräften überwältigt und festgenommen werden.
Welle von Durchsuchungen
Im Auto des 34-Jährigen entdeckte die Polizei etwa 100 Gramm Crystal, eine ungeladene scharfe Pistole und dazugehörige Munition. Bei dem Lieferanten wurden mehrere Tausend Euro Bargeld gefunden und sichergestellt. Nach dem Drogenfund erfolgte mit der Unterstützung der Kriminalpolizei eine Welle von Durchsuchungen in den Stadtteilen Moabit, Kreuzberg, Steglitz, Schöneberg, Zehlendorf und Charlottenburg. Dabei konnten weitere 180 Gramm Crystal Meth, 210 Gramm Amphetamine, 260 Ecstasy-Tabletten und mehr als 100 Gramm Haschisch beschlagnahmt werden. Außerdem stellten die Beamten vier Fahrzeuge und einen fünfstelligen Euro-Betrag sicher.
Gegen die bei der Übergabe festgenommenen Männer erließ ein Richter auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehle. Die 42-jährige gesuchte Drogenhändlerin war bei einer der Durchsuchungen verhaftet worden.
pol





