Welcher Designer angesagt ist, welches Kleid getragen werden sollte und warum das mit der Liebe so selten klappt, konnten schon Sarah Jessica Parker, Kim Catrall, Kristin Davis und Cynthia Nixon in „Sex and the City“ selten befriedigend beantworten. Bis zu ihrem Serien-Ruhestand wurde den verzweifelten Frauen-Charakteren dennoch gern zugesehen. Nun versuchen fünf Berlinerinnen, es besser zu machen. In der Sat.1-Komödie „Frauenherzen“ (14. Januar 2014, 20.15 Uhr) kämpfen Valerie Niehaus, Anna Fischer, Nadeshda Brennicke, Julia Hartmann und Julia Dietze mit Großstadtalltag und männlicher Bevölkerung. Annika Schönstädt und Alexandra Kilian haben drei der Darstellerinnen um – endlich – vernünftige Antworten gebeten.
Valerie Niehaus ist bereit, „für ihr Glück zu kämpfen“
Schauspielerin Valerie Niehaus wurde in den 90er-Jahren durch die Serie „Verbotene Liebe“ bekannt und ist derzeit Single. Die 39-Jährige spielt Karo, die ihr Leben ändert, als sie vermutet, dass ihr Mann sie betrügt. „Karo ist stark und gebend, sie liebt ihre Familie und das Leben, das sie führt. Sie ist bereit, für diesen Lebenstraum alles zu geben. Und sie kann für ihr Glück kämpfen“, sagt die gebürtige Westfälin über ihre Rolle. Dem gleichen Anspruch folgt sie auch privat. „Man muss nicht nur Glück haben, man muss ihm auch die Hand reichen“, so Niehaus. Für eine dauerhaft glückliche Beziehung brauche es vor allem Freiheit, Mut und Hingabe. Ein Fehler sei es, den Partner als Lückenfüller zu benutzen. „Ein großes Missverständnis ist das Bedürfnis, die Liebe festzuhalten, den anderen besitzen zu müssen, um glücklich zu sein.“
Julia Dietze rät zum „bei sich sein“
Julia Dietze verkörpert „Mira“. „Ein ehemaliges Model, welches nach der Trennung von ihrem Freund durch eine harte Zeit gegangen ist“, wie die Schauspielerin ihre Rolle beschreibt. Dietze spielte 2012 die Hauptrolle in der deutsch-finnischen Science-Fiction-Komödie „Iron Sky“. Ob Berlin ihr in Liebesdingen Glück gebracht hat, will die 33-Jährige lieber nicht verraten. Nur so viel: „Grundsätzlich hat das Suchen und Finden der Liebe mehr mit einem selbst zu tun. Ob man bei sich ist.“ Bei der Arbeit setzt sie hingegen gern auf Frauen. „Das Verhältnis unter uns Schauspielerinnen war sehr gut, fast schwesterlich. Ich habe es sehr genossen, endlich mal mit so vielen Frauen am Set arbeiten zu können. Es war total lustig, von Gezicke keine Spur“, sagt sie über die Dreharbeiten.
Anna Fischer befürwortet „Unabhängigkeit“
Anna Fischer spielt die Rolle der „Charlie“, eine alleinerziehende Mutter vom Land, die in Berlin ihr privates und berufliches Glück sucht. Die 27-Jährige selbst hat noch keine Kinder und ist seit fast zehn Jahren mit dem Spiele-Designer Leonard Andreae zusammen. Das größte Missverständnis zwischen Männern und Frauen sei es, sich besser darstellen zu wollen, als man tatsächlich ist, glaubt sie. „Es ist wichtig, jemanden zu finden, der einen so nimmt, wie man ist“, sagt die gebürtige Berlinerin. „Man sollte sich auch als Paar seine Unabhängigkeit bewahren. Und natürlich braucht man viel, viel Liebe.“ Das gelte in Berlin so wie auch anderswo.





