Betrug von Touristen

400 Euro für zehn Kilometer - Berliner Taxifahrer vor Gericht

22 Fahrgäste soll ein 48 Jahre alter Taxifahrer in Berlin geprellt haben. Einem Mexikaner, den er vom Flughafen Tegel nach Moabit fuhr, knöpfte er besonders viel ab. Nun steht er vor Gericht.

Foto: Maurizio Gambarini / dpa

Für die relativ kurze Fahrt vom Flughafen Berlin-Tegel in den Stadtteil Moabit sollte ein Tourist aus Mexiko 400 Euro zahlen. Diese Strecke beträgt weniger als zehn Kilometer. Ab diesem Donnerstag muss sich nach Angaben eines Gerichtssprechers erstmals ein Taxifahrer verantworten, der von Touristen Wucherpreise verlangt haben soll.

Der 48-Jährige steht vor einem Berliner Amtsgericht, weil er zwischen März 2012 und Mai 2013 22 Taxikunden – darunter auch einige Berliner – geprellt haben soll. Vor allem von Touristen aus verschiedenen Ländern soll er nach ihrer Ankunft am Flughafen Tegel für Stadtfahrten stark überhöhte Fahrpreise kassiert haben.

Taxifahrer erklärte 100-Euro-Scheine zu Zehnern

Nach Angaben des Gerichtssprechers hatte der Taxifahrer dem Besucher aus Mexiko etwa vorgeschwindelt, dieser habe ihm Zehn-Euro-Scheine statt der tatsächlich überreichten Hunderter ausgehändigt. Betroffen waren außerdem Touristen aus Argentinien und verschiedenen europäischen Ländern. Laut Gerichtssprecher schwieg der Taxifahrer bisher zu den Vorwürfen.