Unbekannte haben in Schöneweide (Bezirk Treptow-Köpenick) erneut Kabel von Vodafone beschädigt.

Nach Angaben der Bundespolizei wurden zwei neben der Bahnstrecke Schöneweide-Adlershof verbaute Glasfaserkabel angeschnitten. Nach Angaben der Techniker des Telekommunikationsunternehmens kam es durch die Beschädigung zu technischen Störungen im Vodafone-Netz „bei einer nicht unerheblichen Anzahl von Telefonanschlüssen“.

Die Bundespolizei leitete nach eigenen Angaben ein Ermittlungsverfahren wegen eines „besonders schweren Falls des versuchten Diebstahls und der Sachbeschädigung“ ein.

Geprüft wird ein Zusammenhang zu zwei weiteren Taten auf Einrichtungen von Vodafone aus dem vergangenen Jahr. Einem Ermittler zufolge sei es nicht ausgeschlossen, dass hier gezielt diesem Unternehmen geschadet werden soll.

Nach Informationen der Berliner Morgenpost hatten Techniker der betroffenen Firma den Schaden am Freitagmorgen gegen 5 Uhr auf der Bahnstrecke zwischen Schöneweide und Adlershof bemerkt. Hier fahren die Linien S8, S9 und die S46. Gegen 9 Uhr wurde die Bundespolizei informiert. Hinweise zu den Tätern gibt es bislang nicht. Kriminaltechniker sicherten dennoch Spuren am Tatort.

Danach konnten Techniker die Störung im Vodafone-Netz beseitigen.

Brisant: Bereits in der Nacht vom 4. auf den 5. November 2013 waren nur 150 Meter entfernt in einem Kabelschacht Glasfaser-Leitungen durchtrennt worden. Damals war man zunächst seitens der Ermittler davon ausgegangen, dass Buntmetalldiebe im Dunkeln die falschen Leitungen angegriffen hatten und flüchteten, als sie ihren Fehler bemerkten.

Doch auch im jüngsten Fall wurden nur die beiden Leitungen von Vodafone durchtrennt. Zudem gab es laut einem Beamten ebenfalls in der Nähe des jetzigen Tatorts Ende November 2013 einen Brandanschlag auf einen Vodafone-Sendemast. Ein Muster sei zu erkennen, Belege dafür gebe es aber noch nicht. Die Ermittlungen dauern an.

mb/sei