Bislang unbekannte Täter haben in der Nacht zu Donnerstag einen Brandanschlag auf einen Sendemast des Mobilfunkanbieters Vodafone verübt. Wegen der Spurensuche war die S-Bahnlinie zwischen Adlershof in Treptow und Grünau in Köpenick am Donnerstagnachmittag von ungefähr 14 Uhr bis 14.30 Uhr gesperrt.

Um 3.58 Uhr wurde die Feuerwehr sowohl von Augenzeugen als auch über eine installierte Brandmeldeanlage zu dem Brand in Adlershof an der Ernst-Augustin-Straße alarmiert. Nach Angaben der Feuerwehr brannten Kabel und Isoliermaterial auf einer Kabelbrücke eines Sendemastes in ungefähr sieben Meter Höhe. Für die Löscharbeiten musste an dem Mast zeitweise der Strom abgeschaltet werden.

Zweiter Brandsatz gefunden

Nach Informationen eines Vodafone-Sprechers sollen die Ermittler einen weiteren Brandsatz auf der Kabelbrücke gefunden haben. Kriminaltechniker hätten den nicht gezündeten Brandsatz am Tatort unschädlich gemacht. Das wurde von einem Polizeisprecher aus „ermittlungstaktischen Gründen“ nicht bestätigt.

Ab den Mittagsstunden setzte die Polizei auch einen Hubschrauber der Bundespolizei ein, der speziell ausgebildete Hunde an den Tatort flog. Die so genannten Mantrailer-Hunde nehmen selbst sehr schwache Geruchsspuren von möglichen verdächtigen Personen wahr und verfolgen Spuren über weite Distanzen.

In diesem Fall bis in einen Hausflur hinein. Der Polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen, da er von einer politisch motivierten Tat ausgeht. Ein Vodafone-Sprecher sagte, dass der Netzbetrieb nicht gestört gewesen sei. Die Berliner hätten keine Beeinträchtigungen gemerkt.

ag