Einem Elfjährigen ist am Donnerstag gegen 15 Uhr ein Böller in der linken Hand explodiert. Nach Angaben der Polizei hatten zuvor andere Kinder an der Wiclefstraße in Moabit versucht den Böller zu zünden. Dies war jedoch fehlgeschlagen. Als schließlich der Junge den Knaller aufheben wollte, ist dieser explodiert.
Nach Daten der Berliner Feuerwehr sind in der Silvesternacht 79 Menschen durch Feuerwerkskörper verletzt worden. Das sind 16 mehr als noch ein Jahr zuvor. Die Palette der Verletzungen reicht von Verbrennungen an den Händen oder im Gesicht, Schäden an den Augen oder dem Gehör bis hin zu Verletzungen, die zur Amputation einer Hand führten.
Das ist einem 31 Jahre alten Mann aus Pankow widerfahren: Er verlor beim Zünden eines illegalen Feuerwerkskörpers die rechte Hand. Er wurde im Unfallkrankenhaus Marzahn behandelt, ebenso wie zwölf weitere Berliner mit schweren Handverletzungen. Das teilte die Feuerwehr am Donnerstag mit.
Nach einer Hochrechnung der Berliner Retter wird die Zahl der durch Pyrotechnik Verletzten in der Silvesternacht auf etwa 500 geschätzt. Davon sind etwa 50 Prozent fremdverschuldet. Viele von ihnen sind mit Böllern beworfen worden oder durch unachtsam abgefeuerte Raketen verletzt worden.
Besonders auffällig ist nach Darstellung der Feuerwehr, dass gegenüber ihren Einsatzkräften einige Berliner ein gesteigertes Aggressionsverhalten an den Tag legten und sogar Rettungskräfte mit Böllern bewarfen. Landesbranddirektor Wilfried Gräfling sagte. „Wenn Feuerwehrleute Attacken ausgesetzt werden, fehlt mir dafür jedes Verständnis.“
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