Die Zahl junger „Komasäufer“ in Berlin ist nach Angaben der Krankenkasse DAK 2012 gestiegen. Demnach kamen 409 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung in Krankenhäuser. Das seien etwa neun Prozent mehr als 2011, als 375 „Komasäufer“ gezählt wurden, teilte ein Sprecher am Dienstag mit.
„In der bisherigen Statistik fehlen noch die Kinder und Jugendlichen aus Berlin, die im vergangenen Jahr in den anderen Bundesländern behandelt wurden“, sagte die Landeschefin der DAK-Gesundheit, Steffi Steinicke. Die Zahl werde daher noch steigen. Die Kasse, die sich mit einer Kampagne gegen das Rauschtrinken einetzt, bezog sich auf bislang unveröffentlichte Zahlen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg.
In Brandenburg hat die Zahl der „Komsäufer“ dagegen 2012 abgenommen. Allerdings ist die Gesamtzahl in dem Bundesland höher als in Berlin. 413 Kinder und Jugendliche kamen mit einer Alkoholvergiftung in Krankenhäuser. Das sei etwa ein Prozent weniger als 2011. Auch hier seien Nicht eingerechnet seien Jugendliche, die in anderen Bundesländern behandelt wurden, nicht mit eingerechnet. Der Trend in Brandenburg sei erfreulich, sagte Steinicke.
dpa/alu





