Die Caritas Berlin wird noch vor Weihnachten zu einem Runden Tisch zur Situation der Flüchtlinge einladen. Caritas-Direktorin Ulrike Kostka wolle den Termin voraussichtlich am Dienstag bekannt geben, sagte Barbara Schwemmer, stellvertretende Sprecherin der Caritas, am Freitag. Das Treffen werde gemeinsam mit dem Diakonischen Werk organisiert.
Die Caritas will dazu die Senatoren für Gesundheit und Soziales, für Inneres und für Integration einladen, außerdem die Bezirksämter Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg sowie das Landesamt für Gesundheit und Soziales. Der Jesuiten-Flüchtlingsdienst soll sich beteiligen, außerdem Vertreter des Flüchtlingsrates und der Asylbewerber, die in den Häusern der Caritas leben. Es sei jedoch nicht gewollt, dass die Aktivisten teilnehmen, die die Flüchtlinge unterstützt und beraten haben, sagte die Sprecherin. „Wer tatsächlich zum Runden Tisch kommt, muss man dann sehen.“
Innensenator Frank Henkel (CDU) werde nicht teilnehmen, sagte sein Sprecher Stefan Sukale am Freitag. Die Voraussetzungen dafür seien nicht gegeben. „Auch die von der Caritas vorgeschlagenen Themenschwerpunkte bieten für uns keinen Anlass für einen Runden Tisch.“
Caritas möchte beim Runden Tisch Situation der Flüchtlinge diskutieren
Ziel des Treffens werde sein, über die humanitäre Situation der Flüchtlinge zu sprechen und Perspektiven zu finden, sagte Sprecherin Barbara Schwemmer. Überlegt werden soll, was mit den Asylbewerbern geschieht, wenn die Unterbringungszeit bei der Caritas ausläuft. Die Flüchtlinge vom Oranienplatz können bis Ende März 2014 in einem Heim in Wedding bleiben. Der Senat stellt dafür Geld im Rahmen der Kältehilfe bereit. Die Asylbewerber vom Pariser Platz seien nur bis Ende Januar 2014 untergebracht, so die Sprecherin.
Thema des Runden Tisches solle auch sein, wie Berlin in Zukunft mit Situationen wie auf dem Oranienplatz und dem Pariser Platz umgehen kann: „Damit sich das nicht wiederholt.“ Der Ort, an dem der Runde Tisch tagen soll, stehe noch nicht fest, sagte Barbara Schwemmer.





