Die Berliner Polizei hat einen 18-Jährigen festgenommen, der Mitte November an der Flüchtlingsunterkunft in einer ehemaligen Schule in Kreuzberg einen anderen Mann niedergestochen haben soll. Das teilte die Behörde am Freitag mit.

Der 18-Jährige, der zum Zeitpunkt der Tat auch in der Gerhart-Hauptmann-Schule einquartiert war, soll einen 20 Jahre alten Mann hinterrücks mit dem Messer angegriffen und schwer an Kopf und Oberkörper verletzt haben. Motiv für die Attacke war laut Polizei „die Verärgerung des Tatverdächtigen darüber, dass das Opfer sich geweigert hatte, seine Zigaretten und seinen Whisky zu teilen“. Der Vorfall in der ehemaligen Schule an der Ohlauer Straße hatte wie berichtet zu einem Großeinsatz der Polizei in Kreuzberg geführt.

Haftbefehl wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung

Nach der Tat in der Nacht vom 14. November flüchtete der 18-Jährige vom Tatort. Er konnte nun am Dienstag offenbar zufällig in Strausberg gestellt werden. Dort habe es ebenfalls an einem Flüchtlingsheim eine weitere Messerstecherei gegeben, so ein Polizeisprecher am Freitag. Dabei sei auch der 18-Jährige festgenommen worden. Ob er selbst an dieser neuen Attacke ebenfalls direkt beteiligt war, sei noch unklar.

Im Anschluss an die Festnahme hat die Berliner Staatsanwaltschaft den Angaben zufolge den 18-Jährigen einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der am Donnerstag Haftbefehl wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung erlassen hat. Die Ermittlungen zu den weiteren Hintergründen dauern laut Polizei weiter an.