Trotz weniger Erstsemester steigt die Zahl der Studenten in Berlin weiter: Im aktuellen Wintersemester haben sich an den Hochschulen der Hauptstadt insgesamt 164.728 Studierende als Haupt- oder Nebenhörer eingeschrieben. Das sind gut 4500 (2,8 Prozent) mehr als ein Jahr zuvor. Dabei ging die Zahl der Erstsemester auf 23.615 um 1180 oder etwa fünf Prozent zurück, berichtete das Landesamt für Statistik am Donnerstag.
Bundesweit sind die Erstsemesterzahlen laut Statistischem Bundesamt um zwei Prozent auf 506.600 gestiegen. In Berlin sind zwei Drittel der Studierenden an den Unis eingeschrieben, rund 30 Prozent an den Fachhochschulen. Jeweils knapp die Hälfte davon sind Frauen.
Für die Studenten selbst dürfte die gestiegene Zahl die Suche nach einer Unterkunft weiter erschweren. Für die nun offiziell 164.728 Studierenden stehen nur 9456 Wohnplätze zur Verfügung.
Es gibt viel zu wenige Wohnheimplätze in Berlin
Bereits bei rund 150.000 Studenten konnte das Studentenwerk mit seinen 35 Wohnheimen zuletzt aber nur einen Versorgungsgrad von 6,3 Prozent leisten, das ist der zweitschlechteste Wert in Deutschland. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 10,1 Prozent. Um den zu erreichen, müssten in Berlin 5000 neue Plätze in Studentenwohnheimen geschaffen werden.
Das hatte der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) auch bereits im April nach einem Spitzengespräch mit Studentenwerk-Chefin Petra Mai-Hartung versprochen. Die Standorte sollten möglichst in Hochschulnähe liegen.
dpa/seg




