Wegen versuchten Mordes an einem früheren Freund seiner Tochter muss sich seit Montag ein Familienvater vor dem Berliner Landgericht verantworten. Der 59-jährige Autoschlosser gab zu, geschossen zu haben. Er habe dem Mann aber nur einen gehörigen Schrecken einjagen wollen. Der Angeklagte macht den 43-Jährigen für die Zerstörung seiner Familie verantwortlich.
Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Beschuldigte aus Eifersucht und Hass töten wollte. Der Autoschlosser habe irrtümlich angenommen, dass der 43-Jährige gleichzeitig ein Verhältnis mit seiner Tochter und seiner Ehefrau unterhielt.
Nach Darstellung der Ermittlungsbehörden hatte der Täter am Nachmittag des 15. Februar 2013 seinem Opfer aufgelauert, als dieses in Berlin-Marzahn auf dem Heimweg war. Er habe so lange auf den 43-Jährigen gefeuert, bis das Magazin seiner Waffe leer war, heißt es in der Anklage. Ein Schuss habe das Herz des Überfallopfers getroffen. Notärzte retteten das Lebens des Schwerverletzten.
dpa/mim




