Zwei angeklagte 20-Jährige haben gestanden, einen Jungen in Berlin in seiner Wohnung überfallen und verprügelt zu haben. Einer der Männer nannte am Donnerstag im Prozess vor dem Berliner Landgericht als Motiv Schulden bei seinem Dealer. Als der damals 15-Jährige die Tür seiner Wohnung geöffnet hatte, habe er sofort mit der Faust zugeschlagen. Er ging zu Boden und blutete, sagte der Angeklagte.

Bei dem Überfall vom April 2012 hatten die Angeklagten und zwei bereits verurteilte Komplizen in der Kreuzberger Wohnung des Schülers technische Geräte im Wert von rund 1000 Euro erbeutet.

Der inzwischen 17-Jährige erlitt einen Nasenbeinbruch und Prellungen im Gesicht. Er sei auch von anderen geschlagen und mit einem Messer bedroht worden. Er sollte nicht zur Polizei gehen, ansonsten werde er getötet, erinnerte sich der Berliner im Prozess.

Nach dem Überfall war der Schüler zu seiner Großmutter gezogen. In der Wohnung, in der er mit seinem älteren Bruder gelebt hatte, wollte er nach dem Überfall nicht bleiben. Die bereits Verurteilten waren Freunde seines Bruders. Die beiden Angeklagten hatte der 17-Jährige nicht gekannt.

dpa/mim