Preis für Toleranz

Jüdisches Museum ehrt Iris Berben und Berthold Leibinger

Die Schauspielerin und der Unternehmer wurden in Berlin mit dem Preis für Verständigung und Toleranz ausgezeichnet. Die undotierte Ehrung wird vom Jüdischen Museum seit 2002 vergeben.

Foto: Hannibal Hanschke / dpa

Das Jüdische Museum Berlin hat die Schauspielerin Iris Berben und den Unternehmer Berthold Leibinger mit dem diesjährigen Preis für Verständigung und Toleranz ausgezeichnet. Die Verleihung fand am Sonnabend im Rahmen eines Jubiläums-Dinners statt.

Berben wurde für ihr öffentliches Engagement gegen Rassismus, Antisemitismus und Neonazismus und ihre enge Verbundenheit mit Israel geehrt. Die 63-Jährige engagiere sich seit vielen Jahren in verschiedenen Projekten und Funktionen gegen Rassismus, Antisemitismus und Neonazismus und erhebe dabei konsequent ihre Stimme für Toleranz und Mitmenschlichkeit, hieß es in der Begründung. So unterstütze sie etwa die Hebräische Universität Jerusalem mit dem von ihr ins Leben gerufenen Iris-Berben-Fonds in der Gehirnforschung und engagiere sich für den „Raum der Namen“ im Berliner Holocaust-Mahnmal, hieß es.

Leibinger ist Gesellschafter des Werkzeugmaschinenherstellers Trumpf in Ditzingen (Baden-Württemberg) und hat nach Angaben des Museums mit einem Teil seines Vermögens die Berthold Leibinger Stiftung gegründet. Mit dieser unterstützt er Einrichtungen wie die Jerusalem Foundation Deutschland, die Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg, das Nürnberger Institut für NS-Forschung oder den Verein „Gegen Vergessen – Für Demokratie“.

Die Laudatio auf Berben hielt der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier. Laudator für Berthold Leibinger war der Direktor des Deutschen Literaturarchivs Marbach, Ulrich Raulff.

Der undotierte Preis für Verständigung und Toleranz wird von dem Museum seit 2002 an Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Kultur und Politik vergeben, die sich besonders für die historische Verantwortung Deutschlands, für Menschenwürde und den Dialog zwischen den Kulturen und Religionen einsetzen.

Bisherige Preisträger waren unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der Dirigent Daniel Barenboim.