Ein Abiturient, der betrunken mit dem Auto seiner Mutter gegen eine Hauswand fuhr, muss einen Verkehrserziehungskurs absolvieren. Seinen Führerschein soll er frühestens in sechs Monaten zurückbekommen, verfügte ein Berliner Amtsgericht am Donnerstag. Es verurteilte den 18-Jährigen wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

„Die Fahrt mit Alkohol war eine ziemlich heftige Dummheit“, sagte der reumütige Fahranfänger vor Gericht. Er habe mit Freunden in einem Yachtclub Bier getrunken und sich überreden lassen, sie nach Hause zu fahren. Eigentlich hätten sie in dem Club übernachten wollen, aber es sei zu kalt gewesen. Ein Taxi wäre sinnvoller gewesen, urteilte das Gericht.

Bei dem Unfall war der junge Mann am Morgen des 21. April 2013 mit dem Wagen gegen die Wand eines Lokals im Stadtteil Kaulsdorf geprallt. Es entstand Sachschaden von 50.000 Euro. Verletzt wurde niemand. Der Richter berücksichtigte, dass der bisher unbestrafte Berliner sich positiv mit seinem Fehlverhalten auseinandergesetzt habe.

dpa/sei