Bei Demonstrationen für Flüchtlinge in Berlin sind am Mittwoch zwölf Randalierer festgenommen worden. Zu einer spontanen Demonstration kamen nach Polizeiangaben bis zu 700 Teilnehmer. Die Demonstranten liefen zum Platz der Luftbrücke, dort versammelten sich etwa 300 Menschen, im Laufe des Abends nahm die Zahl ab.

Bei den Protesten wurden fünf Beamte leicht verletzt, teilte die Polizei am Donnerstag mit.

Aus der Demonstration heraus seien vereinzelt Flaschen geworfen worden. Nach Polizeiangaben wurden mehrere Polizisten verletzt, es habe zudem einige Festnahmen gegeben. Zuvor hatten sich laut Polizei rund 80 Teilnehmer am Oranienplatz in Kreuzberg versammelt, um für ein Bleiberecht von Flüchtlingen in Berlin zu demonstrieren und waren dann nahe der Senatsverwaltung für Inneres und dem Roten Rathaus marschiert.

Weil sich einer der Demonstranten vermummt hatte, wurde er nach Angaben eines Polizeisprechers etwas später festgenommen. Daraufhin hätten andere Teilnehmer die Beamten angegriffen.

Die Veranstalterin der Demonstration warf der Polizei Eskalation vor, das Verhalten der Beamten sei unverständlich.

Rund 250 Polizisten waren im Einsatz.

dpa/chm