Schadstoffe

Asbestfunde am Airport Tegel - Ausmaß der Belastung unklar

Nun hat auch der Flughafen Tegel ein Asbest-Problem, wie die Senatsfinanzverwaltung laut einem Medienbericht bestätigte. Die Flughafengesellschaft sieht jedoch keine Gefahr für die Passagiere.

Er war das Tor der West-Berliner zur Welt – der Flughafen Tegel. Noch ist nicht klar, wann der völlig überlastete Airport schließt, da deutet sich ein weiteres Problem des Flughafens an. In einigen Teilen des Gebäudes ist Asbest verbaut. Nach derzeitigem Kenntnisstand liege dieser „in gebundener Form“ vor, heißt es in der Antwort der Senatsfinanzverwaltung auf eine kleine Anfrage der Piraten-Fraktion, wie die „BZ“ in ihrer Montag-Ausgabe berichtet.

Das genaue Ausmaß der Belastung des Terminals mit dem Schadstoff scheint jedoch unklar zu sein. „Untersuchungen zu etwaigen Altlasten im Gebäude“ seien durch das Land Berlin erst nach der Einstellung des Flugbetriebes und Übernahme der Gebäude möglich, so Finanzstaatssekretärin Margarethe Sudhoff.

Flughafen-Sprecher: Keine Gefahr für Passagiere

Ein Sprecher der Berliner Flughäfen erklärte, Tegel unterscheide sich in seiner Bauweise nicht wesentlich von den Gebäuden, die damals entstanden – ein Verweis auf Gebäude wie das Internationale Congress Centrum (ICC), den Steglitzer Kreisel oder selbst Fachbereichsgebäude der Freien Universität Berlin (FU) aus den 70er-Jahren.

Solange die fraglichen Gebäudetrakte im Airport nicht geöffnet oder demontiert würden, bestehe für Fluggäste keine Gefahr, so der Flughafensprecher weiter. In der damaligen Zeit gehörte Spritzasbest zu den üblicherweise verwendeten Baustoffen beim Brandschutz und bei der Wärmedämmung. Als krebserregend gelten die Fasern des Baustoffes, vor allem, wenn sie eingeatmet werden und so in die Lunge gelangen.

Laut Flughafen finden sich die gesundheitsschädlichen Mineralfasern noch in wenigen Gebäudeteilen und dort etwa in Deckenplatten. „Notwendige Asbestsanierungen wurden bereits in den 90er-Jahren vorgenommen“, betonten die Betreiber.