Anfang September ist vor dem Soda Club in Berlin ein Türsteher erschossen worden. Nun hat die Staatsanwaltschaft Berlin für Hinweise, die zur Aufklärung der Straftat und Festnahme des Täters führen, eine Belohnung in Höhe von bis zu 10.000 Euro ausgelobt.
Umfangreiche Ermittlungen der Mordkommission hätten bislang nicht zur Aufklärung der Tat geführt, teilte die Polizei mit. Mit der Auslobung einer Belohnung hoffen die Ermittlungsbehörden, dass sich bisher unbekannte Zeugen bereitfinden, Hinweise zur Ermittlung des Täters zu geben.
Der Türsteher hatte vor der Tür der Diskothek auf dem Gelände der Kulturbrauerei in Berlin-Prenzlauer Berg gestanden, als vier Schüsse auf ihn abgegeben wurden. Zwei trafen den 39-Jährigen, der schwerste Verletzungen erlitt. Ein Notarzt konnte ihn noch vor Ort wiederbeleben, der Mann starb allerdings auf dem Weg ins Krankenhaus. Unbestätigten Meldungen zufolge soll es vor der Schießerei einen Tumult in dem Klub gegeben haben, daraufhin sollen mehrere Sicherheitsmitarbeiter in das Innere gegangen sein. Der Täter, den mehrere Zeugen noch sahen, konnte entkommen.
Nach den bisherigen Ermittlungen der Polizei entkam der Mann zu Fuß aus der Sredzkistraße und flüchtete nach der Tat auch wieder in Richtung Sredzkistraße. Der noch unbekannte Schütze soll 1,70 bis 1,80 Meter groß sein und eine sportliche Figur haben. Er war zur Tatzeit mit einer dunklen Kapuzenjacke mit einem weißen - nicht näher beschreibbaren - Symbol auf dem Rücken bekleidet, außerdem trug er eine dunkle Hose und dunkle Schuhe. Seins Gesicht war mit einem buntgemusterten Tuch bedeckt.
Die Polizei hofft nun auf Hinweise zur Person, aber auch zu zu ungewöhnlichen Vorgängen im Bereits des Tatorts vor oder nach der Tat. Zeugen werden gebeten, sich mit der 7. Mordkommission des Landeskriminalamtes in der Keithstraße 30 in Tiergarten unter der Rufnummer (030) 4664 - 911 777 in Verbindung zu setzen oder sich bei einer anderen Polizeidienststelle zu melden.
Bei dem Erschossenen handelt es sich um Sebastian K., der von seinen Nachbarn als „ruhiger und bescheidener Mitbewohner“ beschrieben wird. Er arbeitete bereits seit mehreren Jahren für eine Sicherheitsfirma und hatte sich als Sicherheitsmitarbeiter für den künftigen Flughafen BER beworben. Dort wäre er wohl auch nach Eröffnung des Flughafens eingesetzt worden. Nachbarn berichten weiter, K. habe bereits in der Vergangenheit erzählt, dass es vor dem Klub auf dem Gelände der Kulturbrauerei bereits mehrfach zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen sei.
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