Berlins Fußballklubs haben eine wachsende Zahl gewaltbereiter Fans. Die Polizei verzeichnet in den vergangenen drei Jahren bei den Stadionbesuchern, die nur zu einem Spiel kommen, um Ärger zu machen, einen Zuwachs von 25 Prozent – jedoch insgesamt auf niedrigem Niveau.
Das geht aus der Antwort von Innensenator Frank Henkel (CDU) auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen hervor.
Demnach zählte die Polizei in der letzten Saison insgesamt 195 Fußballanhänger der sogenannten Kategorie C in Berlin – 50 mehr als drei Jahre zuvor. Die Polizei gruppiert Fußballanhänger im Stadion anhand ihres Fan-Verhaltens in drei Kategorien, wobei Stufe A den normalen Fan bezeichnet, Stufe B den anlassbezogen gewaltbereiten Fan und C den Gewalt suchenden. Mit 85 polizeibekannten Hooligans der Kategorie C rechnet die Behörde dem BFC Dynamo die meisten gewalttätigen Fans zu, gefolgt von Hertha BSC mit 65 und dem 1. FC Union mit 45. Die Zahl der Fans der Kategorie B stieg seit 2010 um 70 auf 1190.
Weniger Straftaten in Berliner Fußballstadien
Straftaten verzeichnete die Polizei bei Fußballspielen vergangene Saison jedoch weniger, die Zahl sank seit der Vorsaison von 627 Taten auf 405. „Die Konzepte der Sicherheitsbehörden und der Vereine greifen“, sagte ein Sprecher des Innensenators dazu. Warum es aber mehr gewaltbereite Fans gebe, werde analysiert.
Benedikt Lux (Grüne) sagte, die Entwicklung müsse beobachtet werden, zum Glück gebe es in Berliner Stadien jedoch keine Zustände wie unlängst auf Schalke, wo eine Hundertschaft der Polizei im Fanblock eingreifen musste.
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