Etwa 1500 Unternehmen präsentieren sich auf der auf der Internationalen Funkausstellung (Ifa) in den Messehallen. Knapp 30 Aussteller haben ihren Firmensitz in Berlin. Es sind Unternehmen und Einrichtungen, die etwa Batterien produzieren, Taschen für mobile Geräte designen und herstellen, Apps entwickeln oder forschen. Mit etlichen der Firmennamen wird der durchschnittliche Verbraucher nicht viel anfangen können, die Produkte aber sind häufig bekannt.

Etwa das Berliner Unternehmen AVM mit Sitz in Moabit. Hinter dem Firmennamen steckt die fast schon legendäre „Fritz!Box“. Auf der Ifa mit dabei ist die „Fritz!Box 7490“, die sich durch sehr schnelles WLAN auszeichnet. Besonders großer Nachfrage erfreut sich der „Fritz!WLAN“ Repeater DVB-C. Dieser kleine Kasten ermöglicht den Empfang von Kabelfernsehen auf mehreren Geräten über WLAN. Das Unternehmen stellt seine Produkte in Halle 17 aus.

Handytaschen für führende Hersteller

Um Handelskontakte zu knüpfen und zu pflegen, ist Hartmut Wobbrock, der kaufmännische Direktor der „Style for Mobile GmbH“, auf der Internationalen Funkausstellung mit dabei. „Und wir zeigen dem Publikum, was wir machen und was wir können.“ Das Unternehmen mit Hauptsitz in Berlin entwirft und vertreibt hochwertige Hüllen für mobile Geräte. In zehn Produktionsstätten in Europa und Asien werden Handytaschen und -cover für mehr als 200 Geräte der führenden Hersteller gefertigt und weltweit vertrieben.

Ebenso für Tablets, eReader und Navigationssysteme. „Das Design für alle Produkte entsteht am Firmensitz in Berlin“, sagt Wobbrock. „Die Produktentwicklung, die Logistik, der Verkauf und der Kundendienst findet ebenfalls an der Tempelhofer Ringbahnstraße statt.“ Derzeit würden 15 Mitarbeiter für die Firma in Berlin arbeiten. Tendenz steigend, heißt es. Die Berliner Firma ist für seine eigene Marke „Jim Thomson“ bekannt, stellt aber auch unter Lizenz für „Bugatti“ und „Chiemsee“ her. Die Firma hat ihren Stand in Halle 9.

Designbewusstsein der Bevölkerung stärken

Bereits zum sechsten Mal organisiert das Internationale Design Zentrum Berlin (IDZ) im Rahmen der IFA den Usability Park. „Das ist eine interaktive Design-Sonderschau“, erklärt Pressesprecherin Charlotte Wachsmuth. „Die Ausstellung soll den Messegästen die Themen Design und Benutzerfreundlichkeit zugänglich machen.“

Ausgestellt sind Produkte, die hinsichtlich ihres Designs und ihrer Anwendung Maßstäbe setzen. „Die Besucher sind aufgefordert, die präsentierten Produkte zu bewerten“, sagt Charlotte Wachsmuth. „Die Favoriten werden dann mit dem Ifa Usability Park 2013 Publikumspreis ausgezeichnet.“ Das IDZ ist ein Interessenverband von Designern, Unternehmen und Entscheidungsträgern aus Kultur und Politik und eine „Non-Profit-Organisation“, wie die Sprecherin sagt. Man wolle das Designbewusstsein in der Bevölkerung stärken. Das IDZ ist in Halle 9 vertreten.

Knopfzellen aus Neukölln

Ebenfalls in Halle 9 hat die Firma „Camelion“ ihren Stand. Das Neuköllner Unternehmen produziert unter anderem Batterien, Akkus, Knopfzellen, Ladegeräte und Taschenlampen. „Wir sorgen für mobile Energie und mobiles Licht“, sagt Vertriebsmitarbeiterin Amina Amberg. „Die Europazentrale für das Unternehmen ist seit 15 Jahren in Neukölln.“ Hergestellt wird in einer eigenen Produktionsstätte im Ausland. Über ein 45.000 Quadratmeter großes Lager in Neukölln werden die Produkte in alle Länder Europas geliefert. „Auf der Messe werden Kontakte gepflegt und Gespräche geführt“, sagt Amina Amberg.

Auch die Berliner Internetplattform „AMPYA“ macht auf der Messe Werbung für sich. Benutzer, die sich bei dem Unternehmen kostenpflichtig angemeldet haben, haben Zugang zu 20 Millionen Songs, mehr als 50.000 Musikvideos und einem Nachrichtenangebot.

Neue Carsharing-Idee

Die „Carzapp“ GmbH ist die erste private Carsharing-Plattform. Das Unternehmen stellt noch bis Mittwoch in Halle 11.1 ihre Geschäftsidee vor. Mit „Carzapp“ kann jeder sein eigenes Auto anderen temporär zur Verfügung stellen und damit Geld verdienen. Mit dem „ZappKit“ ist eine schlüssellose Übergabe der Fahrzeuge möglich, die sich in Kombination mit der „Carzapp-App“ einfach öffnen lassen.

Der Forschungsmarkt Berlin-Brandenburg ist an einem Gemeinschaftsstand in Halle 11.1 vertreten. Mit dabei sind unter anderen die Beuth Hochschule für Technik Berlin, die Fachhochschule Brandenburg, sowie die Technische Universität. Ebenfalls in der Halle ist die Fraunhofer-Gesellschaft mit mehreren Instituten. Vorgeführt werden Ergebnisse der Forschung wie der Surround-Klang für mobile Geräte, die Kombinationsmöglichkeiten von TV und Internet über DVB-T und Informationen auf mehreren Bildschirmen. In der Halle 11.1 findet die „Ifa TecWatch" statt. Die Innovationsbörse der Ifa bringt Forschung, Industrie und Handel zusammen, heißt es in einer Broschüre. Nebenbei bietet die Fraunhofer-Gesellschaft auch einen Überblick über Berufe und Karrieren in der Forschung.