Strandleben mitten in der Stadt: Zum ersten Mal findet in diesem Jahr parallel zur Internationalen Funkausstellung (Ifa) die Open-Air-Veranstaltung „City West Celebrates Ifa“ auf dem Breitscheidplatz statt. Diese Trendshow an der Gedächtniskirche ist eine Aktion der Arbeitsgemeinschaft City, verschiedener Agenturen und der drei Unternehmen LG, Samsung und Gorenje.
Die Technikmesse und die Show sind auf eine 2500 Quadratmeter große Fläche in die Innenstadt gezogen. Das Technik-Unternehmen aus Südkorea etwa baute eine Strandzone mit Liegestühlen und weißen Sand auf. Hunderte Besucher standen am frühen Nachmittag an, um die Produkte zu sehen und an den Gewinnspielen teilzunehmen.
„Bei diesem tollen Sommerwetter hätte es keinen besseren Platz für die Samsung-Beach-Zone geben können“, sagte eine Sprecherin der Agentur, die den Messeauftritt organisiert und realisiert. „Das ist eine absolut gelungene Premiere.“ Einige der Mitarbeiter an den Ständen waren froh, dass sie nicht in den Messehallen arbeiten mussten. Auch bei den Besuchern auf dem Breitscheidplatz kam die Mischung aus Live-Musik auf der Bühne, Gewinnspielen, Wettbewerben und Talkrunden gut an.
„Es ist reiner Zufall, dass ich hier bin“, sagt Mike Schuster. Von der Veranstaltung habe er vorher nichts gewusst. Kritisiert wurde das gastronomische Angebot. „Hier stehen die gleichen Holzbuden und die gleichen Anbieter wie auf dem Weihnachtsmarkt“, sagte eine Besucherin. „In ungefähr drei Monaten verkaufen die hier wieder Glühwein.“ Wenig erfreut zeigte sich auch eine Verantwortliche eines Standes. „Uns hat man etwas von einem hochwertigen gastronomischen Angebot erzählt“, sagte sie. Ihren Namen wollte die Frau nicht nennen.
Kostenloser Shuttle-Bus
Die Ifa-Zone und ein Megascreen mit Informationen direkt von der Funkausstellung sowie eine TV-Berichterstattung vom Breitscheidplatz sorgen für das Ifa-Gefühl. Ein kostenloser Busshuttle verkehrt zu jeder vollen Stunde zwischen Breitscheidplatz und Messegelände. Im Bus können die Ifa-Besucher ermäßigte Eintrittskarten kaufen oder mit etwas Glück Freikarten gewinnen. Noch bis zum Mittwoch findet die Trendshow täglich von 10 bis 20 Uhr auf dem Breitscheidplatz statt.
Trotz des sehr warmen Sommerwetters standen die Besucher auch am Nachmittag noch Schlange an den Kassen der Messehallen. Dementsprechend voll war es auch in den Hallen. Wie der Rundgang auf der Ifa am Sonnabend gestaltet wurde, war bei sehr vielen Besuchern eine Entscheidung, die sich nach dem Wetter richtete. Denn Temperaturen um die 26 Grad lockten die Gäste raus aus den Messehallen auf das riesige Freigelände zwischen die Hallen unter dem Funkturm, um dort ein bisschen zu faulenzen.
Die Wisch-Roboter kommen
Allerdings gibt es gerade für die Bequemen viel zu sehen. Wer sich doch auf den Weg durch die Hallen machte, konnte die neuen Robotermodelle entdecken, die beim Saubermachen helfen. Anfangen können Putzmuffel zum Beispiel mit dem Roomba aus der 700er Serie von iRobot, einem Staubsaugerroboter. Er hat unter anderem eine Timerfunktion: Damit lässt sich der Roomba so einstellen, dass er seine Arbeit erledigt, während der Besitzer unterwegs ist. Weiter geht es mit Scooba von iRobot. Dieser kleine Helfer wischt den Boden mit Wasser. Dafür können Nutzer ihn entweder mit wiederverwendbaren Mikrofaser- oder mit Wegwerftüchern ausstatten.
Der Winbot 7 dagegen macht sich an die Fenster. Der Roboter aus dem Hause Ecovacs saugt sich am Glas fest und reinigt es mit Hilfe von Microfaser-Pads. Etwas Einsatz des Benutzers ist allerdings nötig: Er muss eines der Pads vor dem Gebrauch mit einem Fensterreiniger befeuchten. Die Version W730 kommt auch mit rahmenlosen Fenstern zurecht, der Winbot W710 nicht.
Helfer für Faulenzer
Wenn die Bewohner in ihr sauberes Haus zurückkommen und sich etwas zu essen machen möchten, können sie den Philips Home Cooker Next einschalten. „Das erspart einem nicht das Kochen, aber es erspart den Aufwand, dass man rühren muss“, sagt Jessica Görß von Philips. Der Home Cooker Next lässt sich auch per Wifi über eine App steuern, die eine Rezeptsammlung enthält.
Genug Technik, jetzt wieder raus an die Sonne. Dabei gab es viele enttäuschte Gesichter von Besuchern, die sich in den Sommergarten setzen wollten. Mit einem Bauzaun und einem Sichtschutz war das ovale Grün für die Messebesucher den gesamten Tag gesperrt. Der Zutritt war nur mit gültigen Tickets für das Fritz-Festival möglich. Von 14 bis ungefähr 22 Uhr traten die „Neuen Deutschen Poeten“ wie die Sportfreunde Stiller, Bosse und Mega! Mega! auf. Ein Blick über den Zaun verriet: ausverkauft.
Die Ifa in den Messehallen am Funkturm ist bis zum 11. September täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 17 Euro, das Familienticket (zwei Erwachsene und drei Kinder) 35 Euro.




