Sommer, Sonne, Grillzeit: Auf dem Tempelhofer Feld in wird bei schönem Wetter gern gebrutzelt. Sauber bleibt das Berliner Areal jedoch trotzdem - obwohl der Andrang groß ist.

Probleme mit dem Müll gibt es auf den insgesamt mehr als fünf Hektar großen Grillflächen kaum. Das sei einem ausgeklügelten Müll-Management mit schneller Entsorgung und großen Tonnen zu verdanken, sagte der Parkmanager Michael Krebs.

2,2 Millionen Liter Müll entsorgt

Im Gegensatz zu klassischen Parks könne man auf dem ehemaligen Flughafengelände Mülltonnen mit 1100 Litern Fassungsvermögen aufstellen. Allein auf der mit 25 000 Quadratmetern größten Grillfläche am Columbiadamm stünden zwölf solcher Tonnen.

Auf dem Gelände gibt es zwei weitere Grillflächen mit je 12 000 und 15 000 Quadratmetern. Wie viel Müll wöchentlich anfalle, lasse sich schwer schätzen, sagte Krebs. Die Menge hänge unter anderem von Faktoren wie Wetter und der islamischen Fastenzeit Ramadan ab. Im vergangenen Jahr seien auf dem gesamten Gelände des Tempelhofer Feldes 1800 Tonnen mit rund 2,2 Millionen Litern Müll entsorgt worden.

Tempelhofer Feld ist so groß wie New Yorker Central Park

Die Müllabfuhr, das Bereitstellen der Abfallbehälter und die Reinigung des Geländes hätten im vergangenen Jahr etwa 170 000 Euro gekostet. „Dies klingt viel, relativiert sich aber deutlich vor dem Hintergrund der enormen Fläche von gegenwärtig 303 Hektar“, betonte Krebs.

Die Fläche sei so groß wie der Central Park in New York. Die Grillbereiche seien mit Blick auf den Natur- und Artenschutz ausgewählt worden. Es komme äußerst selten vor, dass Parkgäste außerhalb der ausgewiesenen Flächen grillten. Einst war der Tiergarten in Berlin-Mitte das Mekka der Griller. Wegen der Müllprobleme gilt dort seit 2012 ein Grillverbot.

dpa/apr