Eine Betrügerbande soll die Commerzbank im vergangenen Jahr um 845.000 Euro geprellt haben. Seit Donnerstag sitzen drei mutmaßliche Mitglieder der Gruppierung und zwei Bankmitarbeiter als Helfer auf der Anklagebank im Berliner Landgericht.

Zwei 23-Jährige, die in dem Geldinstitut als Auszubildende beschäftigt waren, sollen der Bande sogenannte Stammdaten von Bankkonten betuchter Kunden zugespielt haben.

Mit falschen Pässen sollen die anderen Angeklagten dann bis zum Herbst 2012 bundesweit Geld ergaunert haben. Dabei wurden den Ermittlungen zufolge Personaldaten in gestohlene Blankopersonalausweise und -reisepässe übertragen und diese Dokumente mit Lichtbildern der Täter versehen.

Einer der Auszubildenden ist nach Angaben seines Verteidigers von der Bande mit Drohungen gegen seine Familie erpresst worden. Der 23-Jährige habe aus Angst mitgemacht, sagte sein Anwalt am Rande des Prozesses. Er habe die Tat gestanden und seinen geringen Beuteanteil zurückgegeben.

BM