Die Sicherheitsvorkehrungen für den Berlin-Marathon am 28. und 29. September werden aktuell neu geplant. Wie eine Sprecherin der Berliner Polizei am Donnerstag sagte, wird das Konzept derzeit mit dem Bezirk und dem Veranstalter SSC Events abgestimmt. Zu Einzelheiten wollte sie sich nicht äußern. In den kommenden zwei Wochen sei eine sogenannte Sicherheitskonferenz mit Polizei, dem Bezirk Mitte und der Feuerwehr dazu geplant, sagte der Geschäftsführer des Veranstalters, Jürgen Lock.

Die „Berliner Zeitung“ hatte berichtet, dass die Zahl der Sicherheitsleute und Ordner erhöht werden soll. Auch würden Kameras an Start und Ziel installiert. Der Grund für die verschärften Sicherheitsmaßnahmen sei der Anschlag auf den Marathonlauf in Boston im US-Bundesstaat Massachusetts im April, bei dem drei Menschen getötet und 264 zum Teil schwer verletzt worden waren.

Carsten Spalleck (CDU), Baustadtrat im Bezirk Mitte hatte zudem gesagt, es werde umfassende Kontrollen der Zuschauer geben. Der Große Tiergarten werde vor dem Brandenburger Tor ähnlich wie bei anderen Großereignissen weiträumig abgesperrt. Vor allem die Straße des 17. Juni solle auch mit Kameras überwacht werden.

Thomas Steffens, Sprecher des Veranstalters SCC Events, sagte, bei diesen Plänen handle es sich um die Inhalte der aktuellen Sicherheitsdiskussion, sie „spiegeln aber nicht wieder, was gemacht wird.“ Die Sicherheitsvorkehrungen seien beim Marathon in Berlin schon immer hoch.

Am Marathon in Berlin nehmen rund 60.000 Läufer, Skater und sogenannte Handbiker teil. Wie in den vergangenen Jahren werden bis zu einer Million Zuschauer erwartet.

dpa/mim