Bernd Palenda ist neuer Chef des Berliner Verfassungsschutzes. Das beschloss der rot-schwarze Senat am Dienstag.

Der Jurist, 52, hatte die Behörde zuvor mehr als ein halbes Jahr lang kommissarisch geleitet, nachdem die langjährige Chefin Claudia Schmid im November 2012 um ihre Versetzung gebeten hatte. Sie geriet in die Kritik, weil in ihrer Abteilung versehentlich Akten über Neonazis aus der rechtsextremen Musikszene geschreddert worden waren.

Bernd Palenda ließ bis zum Frühjahr 2013 einen Teil der Akten rekonstruieren. Sie wurden von anderen Behörden wiederbeschafft. Unter Palendas Leitung wurden neue Regeln zur Aussonderung und Übergabe von Akten erlassen.

Bernd Palenda kam 1990 zur Verfassungsschutzabteilung der Senatsverwaltung für Inneres und Sport. 1993 wechselte er in das Innenministerium des Landes Brandenburg. Von 2001 bis 2005 leitete er im Verfassungsschutz Brandenburg das Grundsatzreferat, wurde im Juli 2004 Vizeleiter der Verfassungsschutzabteilung. 2006 übernahm er das Grundsatzreferat in der Abteilung Verfassungsschutz in Berlin.

dpa/saf